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Larissa Wenger (22) aus der KLJB Zeilarn wählt die Fragen für den bundesweiten Wahl-O-Mat mit aus - als eine von 25 unter 500 Bewerbungen!

19.06.17

KLJBlerin Larissa wählt Fragen für Wahlomat zur Bundestagswahl mit aus

Larissa Wenger (22) aus Zeilarn (Landkreis Rottal-Inn) war am letzten Wochenende mit dabei, als auf Einladung der Bundeszentrale für politische Bildung die Fragen für den Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl ausgewählt wurden. Larissa ist im KLJB-Kreisverband Rottal-Inn aktiv und war Delegierte der KLJB Passau bei der KLJB-Landesversammlung im Haus Werdenfels Ende Mai. Wir haben sie gefragt, wie es war und ob der Wahl-O-Mat für die KLJB geeignet ist, um junge Menschen auf dem Land für Politik zu interessieren.

 

Hallo Larissa, du warst dabei, als die Fragen für den Wahlomat zur Bundestagswahl ausgewählt wurden. Wie bist du überhaupt dazu gekommen?

Auf Facebook habe ich einen Bewerbungsaufruf gesehen und mich abends während dem Fernsehschauen ganz spontan beworben. Nach meiner Teilnahme bei Landtag live wollte ich mich gern noch weiter politisch engagieren und mehr über Politik allgemein lernen, habe aber nie damit gerechnet, dass ich eine der 25 Teilnehmenden bei über 500 Bewerbungen werden würde.

 

Wie hat dir denn die Veranstaltung gefallen? Konntet ihr eure Interessen einbringen?

Es war mit allen ein sehr produktives und schönes Wochenende in Bonn, sowohl der Ablauf wie auch unsere Unterkunft und die An- und Abreise waren super organisiert. Wir hatten viele gute Diskussionen trotz sehr verschiedener Meinungen und interessante Erkenntnisse über manche Partei. Jeder konnte seine Meinung einbringen und es war toll, im Gespräch zu erfahren, dass die neuesten Beschlüsse der KLJB-Landesversammlung auch junge Menschen in ganz Deutschland ansprechen.

 

Wie genau lief denn die Auswahl der Fragen für den Wahlomat? Wer entscheidet denn da eigentlich zuletzt?

Wir haben in Kleingruppen zu verschiedenen Themenfeldern wie z. B. Bildung, Infrastruktur, Wirtschaft oder Integration Thesen zu kontroversen Fragen erstellt und diese im Plenum besprochen. Mit gemeinsamen Anregungen und anhand der Parteiprogramme wurden die Thesen überarbeitet, neu formuliert, vielleicht auch wieder verworfen und schließlich die 80 besten Thesen aus allen Bereichen  miteinander ausgewählt. Nach der Stellungnahme aller Parteien (ca. 40 werden zur Bundestagswahl vertreten sein) gibt es einen weiteren Workshop, bei dem dann 38 Thesen für den Wahl-O-Mat von uns ausgewählt werden und am 30.8. startet der Wahl-O-Mat offiziell mit einer Pressekonferenz in Berlin, bei der wir auch wieder alle dabei sein dürfen.

 

Bei was für Themen hast Du Dich mit deinem Engagement aus der KLJB dafür ausgesprochen, dass sie auf jeden Fall mit in die Auswahl kommen sollen?

Da der Wahl-O-Mat mit einem gewissen Überraschungseffekt arbeiten möchte, darf ich leider nichts konkretes verraten. Es wurde einfach versucht, möglichst viele Bereiche abzudecken, die sowohl unter den Parteien als auch in der Gesellschaft kontrovers diskutiert werden, um eine gute Abgrenzung zu garantieren. Natürlich sind auch Fragen dabei, die uns als KLJB besonders wichtig sind. Ich selbst war in der Kleingruppe für Infrastruktur-Umwelt-Gesundheit und Verkehr und konnte dabei natürlich auch mein Engagement für Landjugend-Themen einbringen.

 

Mit der direkten Erfahrung – würdest Du sagen, dass der Wahl-O-Mat auch in der Jugendarbeit ein gutes Mittel für passende politische Bildung ist? Und wie könnte das in der KLJB ganz praktisch aussehen?

Auf jeden Fall! Zum einen sind alle Thesen so formuliert, dass sie für jeden verständlich sind, zum anderen ist der Wahl-o-Mat super einfach zu bedienen. Man kann also einfach mal den Link an alle weiterteilen und jeder kann dabei mitmachen und hat dann eine Hilfestellung für seine Wahlentscheidung an der Hand.

Es gibt aber auch dieses Jahr wieder den Wahl-O-Mat zum Aufkleben, der in ganz Deutschland in den Wochen vor der Bundestagswahl Stationen haben wird – man kann dazu auch gerne bei der Bundeszentrale für politische Bildung Informationen einholen oder sich für eine Station bewerben. 

 

Und zuletzt natürlich die Frage: Kannst Du Dir vorstellen, in der Zukunft selbst mehr politisch aktiv zu werden?

Das kann ich mir gut vorstellen, weiß allerdings noch nicht genau auf welche Art und Weise!

 

 

Interview: Heiko Tammena

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil wir alle eine große Familie sind.“
Sandra