Aktuell

Am Podium der KLJB St. Leonhard berichteten über sich und ihr Land (von links) Filamon, Nikedimus, Mesfen und Fithi, übersetzt von Dolmetscher Berhan M. Ali. Gemeindereferent Martin Riedl moderierte den Gesprächsabend gemeinsam mit Janina Nagler vom KLJB-Ortsvorstand.

Vor dem Gesprächsabend wurde miteinander Jugendgottesdienst gefeiert: Mit Texten, farbiger Beleuchtung und der temperamentvollen Musik des Chors »TonArt« wurde die Botschaft vermittelt, die im Eingangslied besungen wurde: »Aufsteh’n, aufeinander zugeh’n und uns nicht entfernen, wenn wir etwas nicht versteh’n«. Die Jugendlichen der KLJB St. Leonhard, die den Gottesdienst vorbereitet hatten, formten aus Ziegelsteinen, die Vorurteile wegen Religion, Kultur, Sprache oder Hautfarbe symbolisierten, eine Mauer. Diese wurde bei den Fürbitten abgebaut und zu einem Kreuz umgestaltet, auf das später Gottesdienstbesucher Kerzen abstellten.

01.12.14

Vorbildlich: KLJB St. Leonhard informiert über die Lage von jungen Flüchtlingen aus Eritrea

Der Aufruf der KLJB Bayern, die Lage der Asylsuchenden in Bayern mit Begegnungen und politischen Initiativen zu verbessern, trifft auf immer mehr Unterstützung. Ein ganz vorbildlicher öffentlicher Informationsabend nach einem Jugendgottesdienst gemeinsam mit den Flüchtlingen fand vor kurzem in der KLJB St. Leonhard (Kreisverband Traunstein, Diözesanverband München und Freising) statt: Über 250 Menschen aus dem Dorf kamen in die Grundschule zur von der KLJB geplanten Infoveranstaltung mit jungen Flüchtlingen aus Eritrea, die in Bayern Schutz vor der Diktatur in ihrem Land suchten und gefunden haben. Wir sprachen mit Janina Nagler von der KLJB-Ortsgruppe über die von ihr mit vorbereitete Aktion.

 

Hallo Janina, wir sind echt sehr beeindruckt von eurer Initiative, einfach junge Flüchtlinge selbst im Dorf ihre Lage schildern zu können. Wie seid ihr darauf gekommen und wie kam der Kontakt zustande?

Darauf gekommen sind wir, als wir uns in der KLJB zusammengesetzt haben und erst mal nur den Gottesdienst planen wollten. Später am Abend ist uns das mit der Gesprächsrunde eingefallen und wir merkten, dass es gar keine schlechte Idee war. Wir meldeten uns am gleichen Abend noch bei unserem Pfarrer und unserem Gemeindereferent, der selbst drei Flüchtlings-Mädchen bei sich wohnen hat, so kam die Sache ins Rollen.

 

Ward ihr nicht überrascht von dem großen Interesse im Dorf? 250 Leute finden wir echt super, wie erklärt ihr euch das?

 

Oh ja wir waren wirklich überrascht, dass so viele Leute, nicht nur aus unserem kleinem Dorf, da waren. Die meisten wollten einfach mehr wissen als in den Medien berichtet wird, das konnte man auch an den Fragen aus dem Publikum hören, deswegen denken wir war die Veranstaltung auch so gut besucht.

 

Welche Reaktionen gab es auf der Veranstaltung auf die Schilderung der Asylsuchenden über ihre Herkunft und den jetzigen Alltag?

 

Reaktionen waren ganz unterschiedliche da. Einige aus dem Dorf baten um Hilfe, andere waren wirklich gerührt. Aber am meisten waren die Leute erfreut, dass es ihnen, die nach Deutschland geflüchtet sind, hier gut geht und ihnen auch alles gefällt bis auf das, dass es in Deutschland so kalt ist :)

 

Was habt ihr als Landjugend-Gruppe an dem Abend gelernt?

 

Dass Sachen wie Strom, fließend Wasser, Bildung oder einfach Kind sein nicht überall auf der Welt verständlich ist.


Habt ihr als Landjugend vor, noch weiter was für die jungen Flüchtlinge zu tun?

 

Mal schauen was die Zukunft so bringt auf jeden Fall werden wir uns alle noch länger mit dem Thema Flüchtlinge beschäftigen. Wirklich toll ist auch, dass so viele Spenden zusammengekommen sind, die wir mit Stolz der Jugendsiedlung Traunreut und einer Wohngemeinschaft in Teisendorf übergeben können.

 

 

Ausführlicher Pressebericht „Berchtesgadener Anzeiger“ am 25.11.2014 mit Berichten der Flüchtlinge

 

Fotos: Hans Eder

 

Bitte schreibt uns weiter über Aktivitäten der KLJB und befreundeter Verbände, denen ihr als KLJB helft. Wir wollen diese öffentlich machen und zeigen, wie wir das Land auch in dieser Frage bewegen!

 

Herzlichen Dank für eure Antworten an:

Heiko Tammena, Öffentlichkeitsreferent KLJB-Landesstelle

 

 Beschluss der KLJB-Landesversammlung im Juni 2014 in Pfünz

„Ich lebe gerne auf dem Land wegen der grünen, unverbauten Landschaft und dem traumhaften Blick auf die Alpen.“
Michael Biermeier (ehemaliger Landesvorstand)