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Aktuell

Unter dem #wirhabenwaszusagen gibt es viele Materialien und Videos der KLJB Bayern zur Landtagswahl!

14.10. Landtagswahl - Wählen gehen! #wirhabenwaszusagen

Am 14. Oktober ist Landtagswahl in Bayern - wir rufen als KLJB dazu auf, wählen zu gehen! Es geht um unsere Demokratie und unsere Zukunft. Darum haben wir 2018 viele Materialien, Aktionen und Videos gemacht unter dem #wirhabenwaszusagen - für mehr Jugendbeteiligung und für ein buntes Bayern, denn "Auf mich kommt es an!" lautet das Motto der KLJB. Hier noch einmal aktuelle Fakten zur Landtagswahl, alle Links zu Materialien und zum "Landomat", den wir exklusiv mit Fragen vom Land erstellt haben und ein Methoden-Tipp für eine "last-minute-Aktion" zur Wahl!

 

Mehr Durchblick und Infos gibt es beim Landomat der KLJB Bayern mit 24 Fragen, zu denen wir in den letzten Jahren auch ausführliche Positionen haben und die wir an zehn Parteien verschickt haben:

www.landomat.bayern 

Auf der Ergebnisseite des Landomat gibt es auch Links zu den Seiten und direkt zu den Wahlprogrammen der zehn befragten Parteien. 

Mehr zu den Themen bieten auch die ausführlichen Beschlüsse der KLJB Bayern aus den letzten Jahren zu den hier gefragten Themen wie Jugendbeteiligung, Energiepolitik, Flächenverbrauch, Ländliche Räume, Agrarpolitik und Integration.

 

Der Landomat bietet auch das  Wahl-Tipp-Spiel der KLJB: Bis 14.10. um 8 Uhr hier eintragen, welches Ergebnis ihr für welche von zehn Parteien aus dem Landomat tippt!

www.landomat.bayern/tippspiel/

 

Weitere Materialien zum Projekt #wirhabenwaszusagen sind noch in der KLJB-Landesstelle zu haben:

- Die 60 Seiten starke "Wahlbroschüre" der KLJB Bayern zur Landtagswahl als Download 

- Das "jugendpolitische Kritzelheft" gibt es für KLJB-Aktive kostenlos im Landjugendshop

- Den Werkbrief „Wir haben was zu sagen. Demokratie und Jugendbeteiligung“ mit Infos und Methoden auf 160 Seiten gibt es für 9 Euro im Landjugendshop

 

Wahlaufruf "Auf mich kommt es an!" der KLJB auf youtube

 

Für eine "last-minute-Gruppenstunde" oder einen Landjugend-Stammtisch noch am Wahltag selbst geeignet sind folgende "fun facts" zur Landtagswahl, ein "Wahlprogramm-Quiz" und ein "Wahl-Quiz", das ihr einfach kopieren könnt:

 

Wahlprogramm-Quiz 2018 - Von welcher Partei sind diese Zitate aus dem Programm? (pdf-Download)

 

Quizfragen zur Landtagswahl 2018

Wann genau wird gewählt?

-         14.10.2018, 8.00-18.00

Wie viele Unterschriften braucht man, um in einem Regierungsbezirk eine Wahlkreisliste aufzustellen?

-         Um eine Wahlkreisliste in einem Regierungsbezirk aufzustellen, muss man entweder bei der letzten Wahl 1,25% der Stimmen bekommen haben oder bis 2.8.2018 Unterschriften von 0,1% der Stimmberechtigten einreichen, höchstens jedoch 2.000 – wer also für ganz Oberbayern eine Liste einreichen will, braucht 2.000 Unterschriften!

Seit wann sind Frauen berechtigt, den bayerischen Landtag zu wählen?

-         Januar 1919

Wie viele Sitze hat der aktuelle bayerische Landtag?

-         180

Wie viel Prozent der gültigen Erst- und Zweitstimmen muss eine Partei erreichen, um im Landtag vertreten zu sein?

-         5%

Wie viele Parteien oder Wählergruppen sind zur Landtagswahl zugelassen?

-         18

Wie lange dauert eine Legislaturperiode des Landtags?

-         5 Jahre. Bis 1998 wurde der Landtag für jeweils vier Jahre gewählt.

 

 

Weitere "fun facts" oder Angeberwissen zur Landtagswahl:

Zwei Parteien haben im Landtag Abgeordnete, obwohl sie 2013 keine 5% erreicht haben: Alexander Muthmann (Freyung) trat bei den Freien Wählern aus und wechselte zur FDP, Claudia Stamm (München) trat bei den Grünen aus und gründete die neue Partei MUT.

Wahlberechtigt sind deutsche Staatsangehörige, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Monaten den (Haupt-)Wohnsitz in Bayern haben. Nur bei Kommunalwahlen dürfen auch alle EU-Bürgerinnen und -Bürger in Bayern wählen.

Die meisten Mandate in den sieben Regierungsbezirken gibt es in Oberbayern zu verteilen: 31 von 91 Stimmkreisen gibt es hier, mit 20 Listenmandaten sind es sicher 61 von 180 Mandaten im Landtag – weil etwa ein Drittel der Wahlberechtigten hier wohnen!

Gegenüber 2013 gibt es 2018 wegen des hohen Zuzugs einen Stimmkreis mehr in Oberbayern bzw. in München-Mitte. Dafür gibt es in Unterfranken nur noch 19 statt 20 Mandate.

Die Erststimmen, die die als Abgeordnete direkt Gewählten nicht gewählt haben, sind (im Gegensatz zur reinen Mehrheitswahl bei der Bundestagswahl!) nicht verloren, sondern werden bei der Ermittlung aller Mandate mitgezählt. Erst- und Zweitstimmen werden dafür addiert, so dass auch die Listen der Parteien völlig verändert werden können!

„Stimmenkönige und Stimmenköniginnen“ bekommen besonders viele Zweitstimmen, so sammelten 2013 in Oberbayern CSU-Spitzenkandidat Seehofer über 669.000 Zweitstimmen, Ilse Aigner über 105.000 Zweitstimmen. Bei der SPD bekam Christian Ude über 416.000 Zweitstimmen, mit weitem Abstand folgten weitere wie Günther Knoblauch (Mühldorf) auf der Liste mit rund 5.000 Zweitstimmen. Bei den Grünen bekam Spitzenkandidatin Margarete Bause über 63.000 Zweitstimmen, hier gelang es Sepp Dürr mit über 16.000 Zweitstimmen ohne eigene Erststimmen in einem Stimmkreis in den Landtag zu kommen.

Nach der repräsentativen Wahlstatistik gab es 2013 unter der jüngsten Altersgruppe von 18 bis 25 Jahren die geringste Wahlbeteiligung in Bayern: 53,1% statt 64,7% insgesamt. Allerdings waren es 2008 nur 40% bei 57,5% insgesamt gewesen, immerhin eine Verbesserung. Und 2013 wählten erstmals wieder so viele 18-25jährige wie 1986 mit 53,9%!

Die 18-25jährigen weichen bei der "repräsentativen Wahlstatistik", die in ausgewählten Wahllokalen mit markierten Stimmzetteln erhoben wird, auch erheblich vom Gesamtwahlergebnis ab. Alte Volksparteien kommen weniger an: 2013 fiel die CSU auf 38,3% statt 46,7% insgesamt, die SPD auf 17,4% statt 20,9%. Die Grünen kamen dafür auf 11,5% statt 8,7% insgesamt, auch die Freien Wähler sind mit 8,6% statt 9,3% etwas schwächer bei 18-25jährigen.

Bei der immer gleichzeitig mit der Landtagswahl stattfindenden Bezirkstagswahl gibt es wie bei der Kommunalwahl keine 5%-Klausel. So sitzen im Bezirkstag Oberbayern, der über einen Etat für soziale und kulturelle Zwecke entscheiden kann, neben CSU (30), SPD (13), Grüne (8), FW (6) auch Bayernpartei (3!), FDP, ÖDP und Piratenpartei (je 2) und Die Linke (1). 

Kaum zu glauben ist ein Blick in die Geschichte: Bayern führte die geheime Wahl der Abgeordneten zur Zweiten Kammer erst 1881 ein! Bis dahin erfolgten alle Wahlen von steuerzahlenden, männlichen Bürgern über 25 Jahre indirekt in öffentlichen Versammlungen. Sie wählten Wahlmänner und hatten ihre Stimmzettel dafür zu unterschreiben.

Und besonders traurig: Erst am 12.1.1919 durften erstmals auch Frauen den Bayerischen Landtag wählen! Und die „Argumente“, die damals gegen das Frauenwahlrecht angeführt wurden, kommen heute auch gegen Forderungen aus der Jugendarbeit, das Wahlalter auf 14 Jahre zu senken.

 

Alle Listen und offiziellen Infos zur Wahl auf:

www.wahlen.bayern.de

Spannende Daten, Analysen und Fakten auf:

www.wahlrecht.de

Infos  über Abgeordnete, Sitzungen und Plenums-TV auf:

www.bayern.landtag.de

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil‘s einfach gmiadlich is.“
Jonas