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Aktuell

Aufregung in Bayern: Ministerpräsident Markus Söder weist an, dass der 1. April heuer wegen Ostern auf den 3. April verschoben wird. Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de

Aufregung in Bayern: Markus Söder verlegt 1. April auf den 3. April!

Der neue bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat mit einer Eilverordnung überrascht, den 1. April als alljährlichen Tag der „Aprilscherze“ heuer auf den 3. April 2018 zu verlegen. Das gelte „aus Respekt vor dem Glauben und vor dem christlichen Osterfest“ für die gesamte bayerische Landesverwaltung und die bayerischen Landesvertretungen in Berlin und Brüssel. „Mehr vorschreiben wollen wir dann doch nicht. Aber Ostern gehört zu Bayern“ sagte Söder bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in der Staatskanzlei.

 

Aus der Opposition im Landtag hagelt es Kritik: „Ich lache und scherze ja wirklich gerne und viel, aber da ist Herr Söder doch zu weit gegangen – wir überlegen schon, dazu ein Volksbegehren zu machen!“, kommentiert die grüne Spitzenkandidatin Katharina Schulze. Die gerade erst gewählte SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen empört sich: „Herr Söder lässt wirklich keine Gelegenheit aus, sich wichtig zu machen. Gerade erst hat er die Wahl des Ministerpräsidenten im Landtag um zwei Tage verschoben, um nicht zur Kanzlerinnenwahl in Berlin unterzugehen. Jetzt plärrt er diese law-and-order-Schmutzeleien raus.“ Hubert Aiwanger (FW) fasst sich kurz: „Ein rechter Schmarrn.“

 

Marx mahnt Söder: Zurück zur Ernsthaftigkeit

In einer ersten Stellungnahme mahnt Kardinal Marx, Vorsitzender der Freisinger und Deutschen Bischofskonferenz: „Wir sollten jetzt zur Ernsthaftigkeit zurückkehren statt selbstverliebte Scherze an stillen Tagen zu machen. Mit diesen Symbolen wird Herr Söder, der die politische Einmischung der Kirchen so gerne in Frage stellt, die Gläubigen auch zum Osterfest nicht im Herzen gewinnen.“

 

KLJB: "Söder geht immer"

In Agenturmeldungen wurde aus der Vielzahl an kritischen Bewertungen die Pressemitteilung der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) hervorgehoben. Darin fragt KLJB-Landesgeschäftsführerin Maria Kurz, „ob Herr Söder wirklich so viel Angst vor der bei uns schon vorbereiteten Aprilscherzmeldung zu seiner Person und Haltung zur politischen Rolle der Kirchen hat.“ Doch diese Meldung werde nun eben auf 2019 verschoben. „Söder geht immer, aber nun haben wir in der Osternacht noch mehr Freude und Grund zum Lachen“, so Kurz.

 

Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil ma se auf da Stross no griasd.“
Florian