Die Delegierten der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Bayern fordern auf ihrem Landesausschuss in Niederalteich den Schutz der psychischen Gesundheit im digitalen Raum und ein konsequentes Umgehen mit Bayerns Biodiversität.
Medienkompetenz: Schutz vor digitalen Dauerdruck
Die KLJB-Landesvorsitzende Alexandra Schmid meint: „Soziale Medien bieten viele Chancen für Austausch, Gemeinschaft und Kreativität. Diese wollen wir stärken. Gleichzeitig müssen wir sensibel für Risiken wie Vergleichsdruck, problematische Inhalte oder manipulative Plattformmechanismen bleiben. Unser Ziel ist es, junge Menschen zu befähigen, digitale Medien bewusst, reflektiert und gewinnbringend zu nutzen.“
Die KLJB fordert daher passende psychotherapeutische Angebote und Anlaufstellen, gezielte Bildungs- und Präventionsprogramme sowie staatliche Kampagnen zur Sensibilisierung für digitales Wohlbefinden. Fachkräfte sollen in digitaler Kompetenz geschult und Plattformen in die Verantwortung genommen werden.
Bayern muss Biodiversität schützen!
In ihrem zweiten Beschluss des Landesausschusses betont die KLJB Bayern angesichts des drohenden Artenverlusts: Biodiversitätsschutz muss staatliche Priorität werden. Die KLJB-Landesvorsitzende Klara Stadler betont: „Die Resilienz des Ökosystems muss gestärkt werden, dass Bayerns Artenvielfalt trotz Klimakrise geschützt werden kann.“
Die KLJB Bayern fordert die Vernetzung von Schutzgebieten durch ökologische Korridore, die Renaturierung von Feuchtgebieten und Mooren sowie die Förderung biodiversitätsfreundlicher Landwirtschaft. Kommunale Initiativen für naturnahe Grünflächen sollen unterstützt werden. Gleichzeitig müssen Industrie und Betriebe ihre Flächen ökologisch gestalten und Schadstoffe reduzieren.
„Biodiversitätspolitik ist keine freiwillige Zusatzaufgabe, sondern Teil staatlicher Daseinsvorsorge“, unterstreicht Stadler. „Kirche, Staat und Bürger*innen müssen gemeinsam die Schöpfung bewahren, um Bayern ökologisch, sozial und wirtschaftlich zukunftsfähig zu halten.“
Junge Stimmen für die Kommunalwahlen stärken
Neben den Anträgen beschäftigten sich die Delegierten angesichts der bayerischen Kommunalwahlen 2026 im Studienteil intensiv mit kommunalpolitischen Strukturen. „Junge Menschen sind in Bayerns Gemeinderäten nach wie vor stark unterrepräsentiert und werden weiterhin viel zu oft auf hintere Listenplätze verdrängt“, betont Landesvorsitzende Karolin Ott. „Junge Perspektiven gehören in Gemeinderäte und Kreistage, deshalb müssen junge Kandidierende schon jetzt gezielt unterstützt und sichtbar gemacht werden.“
Emotionaler Abschied
Ein Höhepunkt der Tagung war der Festabend zur Verabschiedung des langjährigen Landesseelsorgers Helmut Beck. Unter dem Motto „Habemus Papam – KLJB approved“ würdigten die Delegierten seine prägende Arbeit für die KLJB Bayern. Beck hat den Verband durch sein Engagement maßgeblich mitgestaltet und wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der KLJB gegeben. Sein Nachfolger Christoph Reich ist seit September im Amt.
Die Delegierten des Landesausschusses (druckfähige Bilddatei; Foto: Thomas Bernard)
Beschlüsse des KLJB-Landesausschusses
Pressemitteilung als pdf-Download
DieKLJB Bayern ist der größte ländliche Jugendverband in Bayern, in dem sich rund 25.000 junge Christ*innen selbst organisiert und demokratisch, kompetent und engagiert für das Leben auf dem Land einsetzen.
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Manuel Rettner
Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Bayern
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