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Aktuell

Der neue KLJB-Landesvorstand, v. l. Benedikt Brandstetter, Stefan Gerstl, Landjugendseelsorgerin Julia Mokry, Landesgeschäftsführerin Maria Stöckl, Simone Grill, Antonia Kainz und Kristina Ducke.

Erster Preisträger beim Landjugendförderpreis 2019 war der KLJB-Kreisverband Ebersberg mit dem Projekt: „FAIRPLANT – Nachhaltig basteln, werkeln und kochen“ zum gemeinsamen Basteln und Kochen mit ökologischer Vorbildwirkung

Podium zum Projekt "Stadt. Land. Wo? Was die Jugend treibt"

Kristina Ducke (27) aus dem KLJB-Diözesanverband Bamberg ist neue ehrenamtliche KLJB-Landesvorsitzende.

Antonia Kainz (23) aus Vilsheim (Landkreis Landshut) ist neue ehrenamtliche KLJB-Landesvorsitzende.

Landjugend fordert Teilhabe bei Digitalisierung auf dem Land – Kainz und Ducke neue Landesvorsitzende

Mehr Teilhabe und Partizipation für die junge Generation fordert die Landjugend beim Thema Digitalisierung auf dem Land. Den Grundsatzbeschluss der 70. KLJB-Landesversammlung verabschiedeten rund 100 Delegierte aus ganz Bayern vom 30. Mai bis 2. Juni 2019 im Haus der Jugend in Passau. Dazu passte das KLJB-Projekt „Stadt. Land. Wo? Was die Jugend treibt.“, zu dem in Passau erste Forschungsergebnisse zur Frage vorgestellt wurden, was junge Menschen auf dem Land hält, gehen oder zurückkehren lässt. Die Versammlung wählte zugleich zwei Studentinnen als neue ehrenamtliche Landesvorsitzende: Antonia Kainz (23) aus Vilsheim (Landkreis Landshut) sowie Kristina Ducke (27) aus Pegnitz (Landkreis Bayreuth). Beide waren zuvor bereits Diözesanvorsitzende bei der KLJB München und Freising bzw. KLJB Bamberg.

Freitagabend wurde im Rahmen der Landesversammlung der Landjugendförderpreis an vier Preisträgergruppen verliehen. Hubert Aiwanger, Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, würdigte die Gruppen mit einer Laudatio. Der erste Preis ging dabei an den KLJB-Kreisverband Ebersberg für das Projekt „Fairplant“ zum nachhaltigen Handeln.

 

Nachwahlen und Verabschiedungen im KLJB-Landesvorstand

Am Samstag stand bei der Landesversammlung eine Nachwahl von ehrenamtlichen Landesvorsitzenden an, nachdem Julian Jaksch (Hutthurm, Diözese Passau) und Christina Kornell (Volkach, Diözese Würzburg) nach drei Jahren aus beruflichen Gründen ausscheiden und am Samstagabend feierlich verabschiedet werden.

 

Neu im Kreise der weiterhin fünf ehrenamtlichen Landesvorsitzenden ist die frühere Diözesanvorsitzende bei der KLJB München und Freising, Antonia Kainz (23) aus Vilsheim (Landkreis Landshut), die in München studiert. Ebenfalls gewählt wurde Kristina Ducke (27) aus Pegnitz (Landkreis Bayreuth), zuvor im KLJB-Diözesanvorstand Bamberg und landesweit bereits Sprecherin im AK Internationale Solidarität (AKIS). Bei einer ersten Klausurtagung des Landesvorstands im Juli werden die Zuständigkeiten neu verteilt.

 

Im Konferenzteil der Landesversammlung wurden neben Änderungen zur Satzung und Geschäftsordnung aktuelle Positionen der KLJB Bayern beschlossen, die der 26.000 Mitglieder starke katholische Verband in die Politik einbringen wird:

 

Landjugend will bei Digitalisierung auf dem Land mitbestimmen

Beim Thema „Digitalisierung auf dem Land“ geht es der KLJB vorrangig darum, als junge Generation auf dem Land mitreden zu können, wenn die Politik Weichen stellt. Die Forderungen für die digitale Lebens- und Arbeitswelt werden im kommenden Jahr in Politik und zuständigen Ministerien eingebracht.

Landesvorsitzender Benedikt Brandstetter: „Wir wollen als Vertretung der jungen Generation auf dem Land beteiligt werden, wenn es um unser Leben und Arbeiten auf dem Land in der Zukunft geht. Digitalisierung gehört für uns bereits zum Alltag, wobei es immer noch große Unterschiede zwischen Stadt und Land bei der Infrastruktur gibt. Hier schlagen wir Lösungen vor, die den Internetzugang als Grundversorgung bringt. Wir sehen es als unsere Aufgabe, bei vielen Veränderungen auf dem Land im Zeitalter der Digitalisierung nicht passiv zuzuschauen, sondern unsere Zukunft selbst zu gestalten.“

 

Beteiligung am Volksbegehren für Klimaschutz und Energiewende

Zudem wurde beschlossen, das von zahlreichen Energie- und Umweltinitiativen gestartete Volksbegehren für Klimaschutz und Energiewende in der Bayerischen Verfassung als KLJB zu unterstützen. Voraussichtlich noch 2019 wird es beim Innenministerium mit mindestens 25.000 Unterschriften eingereicht. Bei Zulassung will die KLJB dann in der zweiten Phase mithelfen, 10% der Wahlberechtigten in ganz Bayern zur Unterstützung zu bringen.

Mehr Informationen: www.klimaschutz-in-die-verfassung.de

 

KLJB will mehr Dialog für Naturschutz und Artenvielfalt

Zum Thema Artenvielfalt beschloss die KLJB eine Position, die die Rolle des Jugendverbands beschreibt: Die Landjugend will in ihrer Bildungsarbeit den Dialog zwischen Landwirtschaft und Naturschutz weiter voranbringen. Die KLJB will im Sinne des Runden Tischs auf Landesebene auch auf lokaler Ebene Gespräche fördern, die für die jeweilige Region sinnvolle Maßnahmen für Naturschutz und Artenvielfalt finden. Zudem wurden Forderungen aufgestellt, dass über die Landwirtschaft hinaus alle einen Beitrag zu mehr Artenvielfalt und Klimaschutz leisten können, etwa in der Gartengestaltung und beim klimaschonenden Verkehr.

 

Erste Ergebnisse der Studie „Stadt. Land. Wo? Was die Jugend treibt“

Das vom bayerischen Umweltministerium unterstützte Projekt „Stadt. Land. Wo? Was die Jugend treibt“ der KLJB mit dem isr (Institut für Stadt- und Regionalmanagement in München) wird im November 2019 mit einer Veröffentlichung abgeschlossen. Erstmals zur Landesversammlung konnten erste Ergebnisse präsentiert und öffentlich diskutiert werden: Was bewegt junge Leute, auf dem Land in Bayern zu bleiben? Was bewegt andere, vom Land in die Stadt zu ziehen? Und was bewegt, aus der Stadt wieder zurück aufs Land zu ziehen?

In einem Podium am Freitag diskutierten dazu Dr. Uwe Brandl, Präsident Bayerischer Gemeindetag, Bürgermeister Abensberg; Tessa Ganserer, MdL, Grüne, Mitglied der Enquetekommission „Gleiche Lebensverhältnisse in ganz Bayern“ bis 2018 und Prof. Dr. Joachim Vossen (Institut für Stadt- und Regionalmanagement), der die Studie im Auftrag der KLJB Bayern leitet. Maria Stöckl (Landesgeschäftsführerin KLJB Bayern) und Florian Obermeier (KLJB Aholming) stellten die Sicht der Landjugend dar.

Wichtige Bereiche der Diskussion und der ersten Ergebnisse waren die besondere Rolle der Vereine und Verbände bei der Bindung an die eigene Heimat, wobei die junge Generation hier eigene Vorstellungen einbringen möchte. Zudem fehle der Landjugend oft die politische Partizipation, um die eigene Gemeinde mit gestalten zu können und eine Planung, die an mehr als nur Einfamilienhäuser denkt, etwa Wohnformen für junge Leute in der Ausbildungsphase.

Passende Impulse von außen brachten die Workshops des Studienteils der Landesversammlung am Freitag zum Thema „Stadt. Land. Wo?“ u. a. zur Vernetzungsplattform „WorldWideWoid“ (Jens Schlüter), zum Planspiel „Perspektive Dorf“ (Georg Pohl), dem Projekt „Obacht Heimat“ des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege (Stephanie Heyl) und Jugendbeteiligung in Kommune und Jugendverband (Manfred Walter, Winfried Pletzer).

 

Verleihung des Landjugendförderpreises

Alle zwei Jahre werden mit dem Landjugendförderpreis Aktionen und Projekte, die die KLJB bereichert haben, gewürdigt. Der FILIB e.V. (Förderverein Innovative Landjugendarbeit in Bayern) stiftet dafür Geldpreise im Gesamtwert von 3.500 Euro, auf drei Siegergruppen und einen Diözesanverband verteilt. Die Preisverleihung 2019 wurde verbunden mit einem Rückblick auf 70 Landesversammlungen der KLJB Bayern seit 1950.

Eine Laudatio von Hubert Aiwanger, MdL, Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, würdigte das ehrenamtliche Engagement aller vier Preisträgergruppen, die mit eigenen Ideen das Leben auf dem Land bereichert haben und den Beitrag der Jugendverbände zur Zukunft auf dem Land vorbildlich gelebt haben.

 

Die vier Preisträgergruppen waren:

Erster Preisträger: KLJB-Kreisverband Ebersberg mit dem Projekt: „FAIRPLANT – Nachhaltig basteln, werkeln und kochen“ zum gemeinsamen Basteln und Kochen mit ökologischer Vorbildwirkung

Zweiter Preisträger: KLJB-Kreisverband Bad Kissingen mit dem Projekt: „Ahoi Piraten – Keine Zeit für Landratten“ – ein seit 45 Jahren stattfindendes Zeltlager für Kinder mit umfangreichem Programm

Dritter Preisträger: KLJB Hopferbach (Landkreis Ostallgäu) mit dem Projekt: “Mensch-ärgere-dich-nicht-Turnier” für die ganze Dorfgemeinschaft, das vorbildlich zu Zusammenhalt und Begegnung beiträgt

Sonderpreis für KLJB-Diözesanverbände: KLJB Diözesanverband Augsburg mit dem AK Spirimobil und seinem Pilgern-Projekt: “Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm” – in einer Reihe von selbst organisierten Pilgerwegen wurde Kirche auf dem Land lebendig und vorbildlich gelebt.

 

Pressemitteilung als pdf-Download

Pressefoto neuer KLJB-Landesvorstand (druckfähig)

Pressefoto erster Preisträger Landjugendförderpreis KLJB Ebersberg (druckfähig)

Pressefoto Antonia Kainz (druckfähig)

Pressefoto Kristina Ducke (druckfähig)

 

Beschlüsse als pdf-Download:

 

"Digitalisierung auf dem Land" (Landesversammlung, 2.6.2019)

"Dialog zur Artenvielfalt fortsetzen – auch nach dem Volksbegehren" (Landesversammlung, 2.6.2019)

Unterstützung Volksbegehren für Klimaschutz und Energiewende in der Verfassung (Landesversammlung, 30.5.2019)

 

 

Bericht zur KLJB-Landesversammlung mit O-Tönen beim Bistum Passau

Bericht der PNP zum Landjugendförderpreis, 3.6.2019

 

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil jeder jeden kennt.“
Felizia