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Sebastian Petry (38) ist als KLJB-Landesgeschäftsführer für drei Jahre gewählt worden. In der Bildmitte mit v. l. Vorgängerin Maria Stöckl und als ehrenamtliche Landesvorsitzende Alexandra Fröhlich, Benedikt Brandstetter, Stefan Gerstl, Franz Wacker und Antonia Kainz.

Sebastian Petry wurde mit 25 von 29 Stimmen als neuen Landesgeschäftsführer für drei Jahre gewählt. Er folgt im Februar 2022 Maria Stöckl (34, aus Kirchdorf bei Haag i. OB), die nach sieben Jahren im Amt ausscheidet.

Landjugend stellt zehn Forderungen für Klimaschutzgesetz in Bayern - Neuer Landesgeschäftsführer Petry gewählt

Der Landesausschuss der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) hat am Samstag in Niederalteich den 38jährigen Sozialpädagogen Sebastian Petry mit 25 von 29 Stimmen als neuen Landesgeschäftsführer für drei Jahre gewählt. Er folgt im Februar 2022 Maria Stöckl (34, aus Kirchdorf bei Haag i. OB), die nach sieben Jahren im Amt ausscheidet.

Die Delegierten aus ganz Bayern beschlossen zudem eine Position „Bayern muss vorangehen! Zehn Forderungen für ein Klimaschutzgesetz“. Passend zum KLJB-Projekt „HITZEfrei. Auszeit für die Erde“ im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit formuliert die Landjugend konkrete Ziele für die im Herbst anstehende Novelle, die sie in den politischen Prozess im Landtag einbringen wird.

 

Sebastian Petry, der bisher seit 2011 als Diözesansekretär der CAJ (Christliche Arbeiterjugend) München und Freising tätig ist, freut sich sehr über die Wahl: „Ich bin schon lange sehr begeistert von der Vielfalt der Themen und den mitreißenden Ehrenamtlichen in der KLJB mit ihren rund 25.000 Mitgliedern. Nun freue ich mich sehr darauf, gemeinsam mit dem Landesvorstand und der Landesstelle in einem so großartig aufgestellten Jugendverband das Land zu bewegen.“

 

KLJB fordert „Neustart für Klimaschutzgesetz“ in Bayern

In einem Beschluss „Bayern muss vorangehen! 10 Forderungen für ein Klimaschutzgesetz“ formuliert die KLJB Bayern Forderungen und Positionen, die an die Landesregierung und den Landtag herangetragen werden sollen, wenn es in diesem Herbst zu einer Novelle für das erst im November 2020 verabschiedete Klimaschutzgesetz in Bayern kommen wird.

 

Landesvorsitzende Kristina Ducke (Pegnitz, Landkreis Bayreuth) erklärt, warum die KLJB hier aktiv wird:

„Wir haben gerade an diesem Wochenende einige KLJB-Jugenddelegierte der UN-Klimakonferenz wieder in Bayern begrüßt, die direkt aus Glasgow zurückkamen. Für uns ist klar, dass wir nach den weltweit vereinbarten 1,5-Grad-Zielen von Paris 2015 und den noch wenig konkreten globalen Maßnahmen von Glasgow in Bayern entschlossener handeln müssen. Dazu gehört für uns, dass der Freistaat als Vorbild wirken muss, etwa bei Energiepolitik, Beschaffung, in Kantinen usw. Wir fordern einen klaren Auftrag des Freistaats an alle Ministerien und an alle Kommunen, dass es zu den globalen Zielen passende Maßnahmen geben wird.“

 

Konkret benennt der Beschluss etwa zur Energiepolitik das Ende der „10h-Regelung“ für Windkraft und die Solarpflicht für jeden Neubau in Bayern, Begrünung von versiegelten Flächen und die regionale Energieversorgung. In der Verkehrspolitik fordert die KLJB den Einstieg in den kostenlosen ÖPNV für junge Menschen auf dem Land als Alternative zum Auto. Dazu müssen Fahrradwege stark ausgebaut und stillgelegte Bahnstrecken wieder hergestellt werden

 

Landesvorsitzende Antonia Kainz (Vilsheim, Landkreis Landshut) nennt weitere Beispiele, was ein Klimaschutzgesetz in Bayern verbindlich regeln könnte:

„In der Agrarpolitik fordern wir den Vorrang für regional und ökologisch erzeugte Produkte. Das geht durch strengere Vorgaben für das Siegel ‚Geprüfte Qualität Bayern‘ und klare Vorgaben, die Futtermittelimporte weiter stark zu reduzieren. Das Ziel ‘Bio Regio 2030‘ kann nur erreicht werden kann, wenn Absatz und Nachfrage etwa durch einen wachsenden Anteil an Bio-Produkten in allen staatlichen Kantinen erhöht werden. Zudem braucht es die gesetzliche Begrenzung des Flächenverbrauchs auf 5ha pro Tag in Bayern, umgerechnet auf jede Kommune, weil freiwillige Lösungen keine Fortschritte gebracht haben.“

 

KLJB mit Projekt „HITZEfrei“ für Klimaschutz

Die KLJB Bayern beschäftigt sich noch bis 2022 im Projekt „HITZEfrei. Auszeit für die Erde“ mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Die mit für das Projekt zuständige Landesvorsitzende Kristina Ducke erklärt, worum es geht: „Wir wollen unsere Mitglieder zum Klimaschutz mit Bildungsarbeit motivieren, das Thema weiter politisch voranbringen und in unserem Alltag Klimaschutz praktisch umsetzen! Darum waren wir nicht nur in Glasgow dabei, denn auch in Bayern geht es um ganz konkrete Entscheidungen, die mehr oder weniger verbindlichen Klimaschutz bedeuten!“

 

Studienteil „Ränder der Demokratie“ passt zum Engagement

Im Studienteil am Samstag wurde in Vorträgen und Workshops über das Thema „Ränder der Demokratie“ diskutiert. Landesvorsitzender Franz Wacker (Laberweinting, Landkreis Straubing-Bogen) dazu:

„Wie bei unseren politischen Gesprächen zum Thema Hatespeech engagieren wir uns aus christlicher Überzeugung für Demokratie und Vielfalt in unserer Gesellschaft. Es bleibt wichtig, dass wir uns in der Jugendarbeit weiter qualifizieren und politisch einfordern, allen Haltungen deutlich zu begegnen, die die Demokratie und unsere demokratische Jugendarbeit bekämpfen wollen.“

 

Pressemitteilung als pdf-Download

Gruppenfoto Sebastian Petry mit KLJB-Landesvorstand als Download (Foto: Heiko Tammena)

Porträtfoto Sebastian Petry als Download (Foto: Heiko Tammena)

Beschluss „Bayern muss vorangehen! 10 Forderungen für ein Klimaschutzgesetz“

 

 

 

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil ma se auf da Stross no griasd.“
Florian