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Bildungsreferentin Theresa Schäfer war für die KLJB Bayern am Pressegespräch zum neuen „6-Punkte-Plan für ein zukunftsfestes Bayern“ beteiligt, hier gemeinsam mit Elias Pfeiffer, Student der Raumplanung in Wien und aktives Mitglied im BUND Naturschutz Bayern.

Beim LEP gemeinsam neu durchstarten – mit mehr Klimaschutz und Generationengerechtigkeit!

Die KLJB Bayern unterstützt den heute bei einem Pressegespräch vorgestellten „6-Punkte-Plan für ein zukunftsfestes Bayern“. KLJB-Bildungsreferentin Theresa Schäfer, verantwortlich für die 2020 vorgestellte Landjugendstudie „Stadt. Land. Wo? Was die Jugend treibt“, stellte beim Pressegespräch die Forderung nach Generationengerechtigkeit in den Mittelpunkt:

 

„Demnächst startet die Anhörung zur Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms. Das LEP muss dazu beitragen, dass sich die Ausgangslage künftiger Generationen keinesfalls verschlechtert, sondern verbessert. Als größter Landjugendverband mit 25.000 Mitgliedern halten wir es für besonders dringlich, in der Stadt und auf dem Land gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen.“

 

Theresa Schäfer fordert für die KLJB mehr Jugendbeteiligung:

„Unter dem Aspekt der Generationengerechtigkeit müssen gerade junge Menschen zuverlässig und dauerhaft in die Prozesse der Landesentwicklung einbezogen werden. Im Ergebnis bedeutet dies, nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die junge Generation bei der Entwicklung ihres Zukunftsraumes ernsthaft und auf Augenhöhe zu beteiligen. Nutzen wir also alle Potentiale in der jetzt entscheidenden Weichenstellung für ein zukunftsfestes Bayern.“ 

 

Landesplanung soll Transformation in Bayern möglich machen

Der heute vorgestellte 6-Punkte-Plan der Initiative „Wege zu einem besseren LEP“ möchte Politik, Verbände, Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger dazu einladen, gemeinsam an den transformativen Möglichkeiten der Landesentwicklung zu arbeiten, diese zu gestalten und auch voneinander zu lernen.

 

KLJB und BUND fordern Klimaschutz auch im LEP

Als weitere Vertretung der jungen Generation war Elias Pfeiffer, Student der Raumplanung in Wien und aktives Mitglied im BUND Naturschutz Bayern bei der Vorstellung dabei und stellte übereinstimmend mit der KLJB den Klimaschutz in den Vordergrund:

„Die Bayerische Staatsregierung hat seit dem Pariser Klimaschutzabkommen die historisch einmalige Chance zu beweisen, dass sie es mit dem Klimaschutz ernst meint. Wir als junge Generation fordern, dass das LEP nicht nur klare Ziele für den Kampf gegen den Klimawandel benennt, sondern auch adäquate pragmatische Lösungs- und Umsetzungsstrategien aufzeigt, um diese Ziele tatsächlich zu erreichen. Dies gilt sowohl für die Realisierung einer sozial verträglichen Mobilitätswende als auch für das Erreichen gleichwertiger Lebensverhältnisse. Außerdem müssen Widersprüche im LEP beseitigt werden, insbesondere auch beim Flächenverbrauch: Im Sinne der Generationengerechtigkeit brauchen wir junge Menschen eine verbindliche Perspektive.“

 

Weitere Statements aus dem Pressegespräch:

Prof. Dr. Manfred Miosga, Präsident der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum:

„Die Klimakrise und der Verlust an Artenvielfalt nehmen zunehmend bedrohliche Ausmaße an. Wir müssen auch in Bayern endlich beherzt gegensteuern. Wir brauchen eine übergreifende Strategie und eine Idee, wie wir in Zukunft nachhaltig und gut leben können. Ein neues Landesentwicklungsprogramm kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Deshalb fordern wir ein Neustart beim LEP.“

 

Stephan Reiß-Schmidt, DASL, Mitglied des Landesplanungsbeirats:
„Das Bundesverfassungsgericht hat mit dem Beschluss zu Art. 20a GG kürzlich ein deutliches Signal für Generationengerechtigkeit im Klimaschutz gesetzt und gefordert, ‚mit den natürlichen Lebensgrundlagen so sorgsam umzugehen und sie der Nachwelt in solchem Zustand zu hinterlassen, dass nachfolgende Generationen diese nicht nur um den Preis radikaler eigener Enthaltsamkeit weiter bewahren könnten.‘. Die Flächenkonkurrenz z.B. zwischen Landschaftsentwicklung, Artenschutz, Nahrungsmittelproduktion, Siedlung und Verkehr muss deshalb ressortübergreifend im Sinne des Klimaschutzes entschieden werden. Dazu braucht es im Bayerischen Klimaschutzgesetz dringend einen klaren Auftrag an das Landesentwicklungsprogramm!“

 


Aufzeichnung: 

Die Pressekonferenz mit allen Beiträgen und Videobotschaften wurde über den YouTube-Kanal des Presse Club München e. V. aufgezeichnet und steht nach der Veranstaltung dort weiterhin zur Verfügung. Weitere Beiträge kamen von:

Michael Leidl, Architekt und Stadtplaner, Mitglied des Vorstands BDA Bayern, Referat Raum- und Flächenplanung, Städtebau, Infrastruktur, ländlicher Raum

Marco Hölzel, Architekt und Stadtplaner, SRL Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V. - Regionalgruppe Bayern 

Dr. Olaf Heinrich, 1. Bürgermeister der Stadt Freyung sowie Vorsitzender des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V.

Prof. Dr. Hans-Martin Zademach, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Arbeitsgruppe Wirtschaftsgeographie, und Leiter der Landesarbeitsgemeinschaft Bayern der Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft:

 

Pressemitteilung KLJB Bayern als pdf-Download

Foto Theresa Schäfer (KLJB) und Elias Pfeiffer (BUND) als druckfähige jpg-Datei (Foto: Alexandra Seemüller)

 

Pressemitteilung Bayerische Architektenkammer mit allen Zitaten als pdf-Download

6-Punkte Plan für ein zukunftsfestes Bayern als pdf-Download

 

Die Initiative „Wege zu einem besseren LEP“ ist ein 2018 gegründeter Zusammenschluss von 15 Akademien, Berufs- und Fachverbänden für ländliche Räume und Landesentwicklung. Nach dem Memorandum für einen Weg zu einem besseren Landesentwicklungsprogramm in Bayern liegt nun der „6-Punkte-Plan für ein zukunftsfestes Bayern“ vor, der weitere Unterstützung gefunden hat.

 

Mehr zur Landjugend-Studie der KLJB Bayern "Stadt. Land. Wo? Was die Jugend treibt." von 2020

 

 

 

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil man bei uns no weiß, dass Kühe ned lila san.“
Laura