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Aktuell

Zu wachstumskritischen Aktionen regt die KLJB in Bayern ihre Gruppen aktuell im Projekt „Ausgewachsen – wie viel ist genug?“ an. Beim Landesausschuss in Sulzbürg wurde es mit einem passenden Studienteil zu „Laudato si“ und Beschlüssen zum Thema umgesetzt.

KLJB-Landesausschuss: Papst-Enzyklika „Laudato si“ begleitet unser Projekt „Ausgewachsen“!

Der Landesausschuss der KLJB Bayern sieht sein landesweites Projekt „Ausgewachsen – wie viel ist genug?“ in einer Linie mit der umfassenden Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus zu Fragen von Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Die rund 35 Delegierten aus ganz Bayern fassten am Wochenende vom 6. bis 8. November in Sulzbürg passende Beschlüsse:

 

- „Gemeinsam für eine faire Milchpolitik!“ fordert eine Zukunft für die  Milchwirtschaft ohne Wachstumsversprechen. 

- Mit der Position „Entwicklungsland Bayern“  spricht sich die KLJB dafür aus, die globale Nachhaltigkeitsagenda 2030 in Bayern verbindlich umzusetzen.

 

Wachstums- und Konsumkritik – ein Thema der KLJB

Im Programm des Landesausschusses war auch der Austausch der sieben Diözesanverbände zum aktuellen Stand beim Projekt „Ausgewachsen“ vorgesehen.

 

In einem Studienteil begrüßte die KLJB am Samstag Matthias Kiefer, Sprecher der Umweltbeauftragten der bayerischen Diözesen, und Barbara Schmidt, Referentin für Theologie der KLJB-Landesstelle, die die Papst-Enzyklika „Laudatio si“ vorstellten – und dabei viele Bezüge zur KLJB und ihrem aktuellen  Projekt „Ausgewachsen – wie viel ist genug?“ herstellen konnten. Die Fragen des Lebensstils und der Konsumkritik begleiten die KLJB in ihrem aktuellen Projekt.

 

In Kleingruppen zu Textauszügen der Enzyklika konnten die Delegierten viele Berührungspunkte zwischen den Forderungen des Papstes und den Leitlinien der KLJB Bayern identifizieren, aber auch persönliche Parallelen zu ihrem eigenen Engagement und Lebensstil ziehen.

 

Regina Braun: „Enzyklika als Auftrag für die KLJB“

Landesvorsitzende Regina Braun (Samerberg, KLJB München und Freising): „Wir sehen die Enzyklika als Auftrag für die KLJB, sich weiter für eine nachhaltige und global verantwortliche Form der Wirtschaft einzusetzen. Dabei wollen wir in unseren Gruppen die Mitglieder anregen, ihre eigenen Ideen und Kreativität einzubringen.“

 

Die Methoden für die Gruppenarbeit sind dabei bewusst zum Mitmachen geplant: So werden Postkarten mit Botschaften an die wichtige Welt-Klimakonferenz in Paris geschrieben, die von KLJB-Aktiven persönlich im Dezember überreicht werden. Und „Bayerns erster Upcycling-Wettbewerb“ regt dazu an, aus Recycling-Projekten schöne Geschenke zur Weihnachtszeit zu basteln.

 

KLJB fordert Milchpolitik ohne Wachstumsversprechen

Der Beschluss „Gemeinsam für eine faire Milchpolitik!“ fordert eine Zukunft für die  Milchwirtschaft ohne Wachstumsversprechen.  Darin heißt es zusammenfassend: „Um gegenwärtige und zukünftige Krisen zu bewältigen, ist es aus Sicht der KLJB Bayern unausweichlich, dass alle Akteure an einen Tisch kommen. Nur gemeinsam können wir daran arbeiten, dass Milchwirtschaft in Bayern eine Zukunft hat! Eine faire Milchpolitik, die nicht einseitig auf Wachstumsversprechen setzt, sondern nachhaltiges Denken und Handeln fördert, ist im Interesse der landwirtschaftlichen Familien auch der zukünftigen Generationen – und im Interesse der ganzen Gesellschaft, auf dem Land und in der Stadt.“

 

„Entwicklungsland Bayern“  - der Freistaat braucht eine globale Agenda

Mit der Position „Entwicklungsland Bayern“  spricht sich die KLJB dafür aus, die globale Nachhaltigkeitsagenda 2030 („Sustainable Development Goals“, SDG) in Bayern verbindlich umzusetzen: Ein „Weiter-so-wie-üblich“ sei keine Option.

 

In einem Kamingespräch am Samstagabend stellte Dr. Alexander Fonari das bayerische Eine-Welt-Netzwerk e.V. vor, in dem auch die KLJB Bayern Mitglied ist. Schwerpunkt des Gesprächs war die Frage, wie KLJB-Gliederungen vor Ort an die Arbeit des Eine-Welt-Netzwerks Bayern anknüpfen können. Dafür bieten die über 200 Mitglieder im Eine-Welt-Netzwerk und regionale Promotorinnen und Promotoren viele Anknüpfungspunkte, erklärte Fonari.

 

"Ausgewachsen. Wie viel ist genug?"

Im Rahmen des landesweiten Projekts der KLJB in Bayern bis Ende 2016 fragen wir uns, wie unser Planet, unsere Gesellschaft und wir selbst mit dem Wachstum und seinen Folgen umgehen.

Dabei wollen wir mit dem Dreischritt Sehen-Urteilen-Handeln gemeinsam Alternativen ausprobieren und vermitteln, welche positiven Erlebnisse gemeinsame Veränderungen bewirken können.

 

Infos auch im Blog www.ausgewachsen.org

 

Pressemitteilung als pdf-Download 

 

Foto KLJB-Landesausschuss als jpg-Download (druckfähig, 1,5 MB)

 

Fotogalerie auf Facebook und in der kostenlosen KLJB-Bayern-App 

 

Mittelbayerische Zeitung (Neumarkter Tagblatt), 9.11.2015: "Wirtschaften in einer gerechteren Welt"

 

Interview Rupert Heindl im Münchner Kirchenradio, 14.12.2015 nach der UN-Weltklimakonferenz in Paris (4:16 - danke an das Münchner Kirchenradio!)

 

 

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil man do no zamhaifd.“
Nicole