Aktuell

Siegergruppen des FILIB-Förderpreis 2006

Bayerische Landjugend prämiert "Pionierarbeit"

KLJB Bayern verleiht FILIB Förderpreis für innovative Landjugendprojekte in Bayern an vier Gruppen aus den Diözesen Bamberg, München und Freising, Regensburg/Passau und Würzburg. Dr. Linus Förster, SPD, MdL, und Landtagspräsident Alois Glück würdigen die Siegergruppen.

 

Zum dritten Mal hat die KLJB Bayern den FILIB Förderpreis verliehen. Das Förderwerk für innovative Landjugendarbeit in Bayern (FILIB) e.V. hat im Rahmen der KLJB Landesversammlung vier Landjugendgruppen für ihr Engagement ausgezeichnet. Dr. Linus Förster, jugendpolitischer Sprecher der SPD im bayerischen Landtag, vertrat Marianne Schieder, ehemalige Landesgeschäftsführerin der KLJB Bayern und Mitglied in der FILIB-Jury. Landtagspräsident Alois Glück, ebenfalls ehemaliger Landesgeschäftsführer der KLJB Bayern und Jury-Mitglied, konnte leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen, verfasste aber eine Laudatio auf die Gewinner.  Er lobte besonders, "wie innovativ und engagiert die Mitglieder der Katholischen Landjugendbewegung sein können (...). Sie haben für die Entwicklung des ländlichen Raums große und wertvolle Impulse eingebracht, haben auf der Grundlage der katholischen Gemeinschaft entscheidend eine ländliche Sozialkultur geprägt. Immer wieder hat die Katholische Landjugend dazu beigetra­gen, dass die notwendigen Diskussionen um Veränderungen und Umbrüche nicht allein unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten, sondern mehr im Sinne einer ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung geführt wurden. Zuverlässig haben sie die Zei­chen der Zeit erkannt und zum Teil eine großartige Pionierarbeit geleistet."

 

Die KLJB Mühldorf und die Zivilcourage

1.200 Euro erhielt die KLJB im Landkreis Mühldorf, die das Thema Zivilcourage auf der Basis des Films Sophie Scholl – Die letzten Tage beleuchtete. Zu diesem Thema rief sie einen Gruppenstundenwettbewerb ins Leben, den sie mit einer ausführlichen Arbeitshilfe für Gruppenleiter/-innen begleitete. Diese umfasst zum Beispiel Vorschläge für einen methodischen Einstieg in das Thema, Anleitungen für  Rollenspiele, eine "Werbeaktion für Zivilcourage" und einen Abschlussimpuls. Die Aktion erreichte 300 der 700 KLJB Mitglieder im Landkreis sowie fünf Firmgruppen. Die Jugendlichen haben zum Beispiel Plätze in München besucht, die an Sophie Scholl erinnern, und dort Passanten zu Zivilcourage im Alltagsleben befragt oder ein Brettspiel entwickelt, das in Gruppenstunden zum Thema eingesetzt werden kann. Zur Preisübergabe waren Veronika Hauser, Regina Egglhammer-Schrabel, Klaus Wimmer und Thomas Mitterhofer anwesend, der stolz über ihre Motivation berichtet: "Sophie Scholl ist Vorbild der KLJB München und Freising und der KLJB Bayern. Wir wollten ein Projekt machen, bei dem sich Jugendliche ganz konkret mit dem Thema Zivilcourage auseinandersetzen können. Die vielen kreativen Einsendungen bei unserem Wettbewerb zeigen: Auch ein so "schwieriges" Thema kann man in der KLJB angehen."

 

Das Gen-Gericht aus Würzburg

Drei Gruppen belohnte der FILIB mit jeweils 600 Euro: Der AK ALL (Arbeitskreis Agrar Land Leute) aus der Diözese Würzburg überzeugte die Jury mit seinem Projekt "Das Gen-Gericht", das die Auseinandersetzung mit dem Thema Grüne Gentechnik innerhalb und außerhalb der KLJB vorantreiben möchte. Die Idee: Informationen werden im Rahmen einer Gerichts-Show, wie man sie aus dem Fernsehen kennt, vermittelt. Interessierte KLJB-Gruppen oder Schulklassen können das Gen-Gericht buchen - Mitglieder des AK ALL kommen dann und bieten Sketch, Film, Informationen und Diskussion. Zur Preisübergabe kamen Christiane Lambl, Kathrin Brändler, Philipp Stark, Simon Eisenbacher und Agrarreferentin Angelika Haaf.

 

Fairer Handel - süß verpackt von den Bambergern

Die Arbeitsgemeinschaft OO (Oberfranken-Oberpfalz) aus der Diözese Bamberg veranstaltete eine "Chocolate Night", die auf genussvolle Art und Weise über das Thema Fairer Handel informierte.  Die Nacht war Anstoß für die KLJB-Ortgruppe Neuhaus, intensiv zum Thema zu arbeiten: Sie entwickelte Werbespots für faire Produkte. Außerdem war die "Chocolate Night" Auslöser für eine Aktion auf Diözesanebene, bei der es ebenfalls um Fairen Handel geht, die auf dem Bistumsfest stattfinden soll: KLJB fair-rückt nach Heiner und Kuni. Zur Preisverleihung kamen Karin Dobmeier und Bildungsreferentin Daniela Stöcker.

 

Bahntour durch Bayern

Der Kreisverband Dingolfing-Landau hat 2004 zum dritten Mal mit seiner "Bahntour" KLJB´ler/-innen durch ganz Bayern geschickt. Zwei Tage lang besuchten 15 Gruppen zu je fünf Jugendlichen sieben Städte und hatten dabei - ähnlich wie bei einer Schnitzeljagd – bis zu 200 Aufgaben zu lösen, die ihnen den weiteren Weg wiesen. Kreisvorsitzender Bernhard Kohl erklärt: "Wir wollen, dass die Jugendlichen bei unserer Bahntour Bayern kennen lernen und etwas über Geschichte und Kultur erfahren und die Bahn als ökologisches Transportmittel nutzen  - sie sollen Bayern also "erfahren". Wichtig war uns auch,  dass sie lernen, im Team zusammen zu arbeiten und Lösungen zu finden. Und natürlich soll es auch Spaß machen!" Zur Preisübergabe auf dem Petersberg kamen Bernhard Kohl, Rosmarie Sprenger und Andreas Miller.

 

Engagement und Innovation fördern

Dr. Linus Förster wies bei der Preisverleihung auf die wichtige Aufgabe hin, die der Preis hat: "Mit Kreativität und Innovation die traditionellen christlichen Werte und Ziele, die die Landjugend hat, zu vermitteln und mit Leben zu füllen. Der Preis ist so etwas wie eine "Best-practice"-Börse, wie die bewahrenswerte Idee des Verbandes neu verpackt und interessant gehalten wird. So ein Preis ist außerdem wichtig, um neue und innovative Wege zu unterstützen, die Jugendverbände gehen: Sie finden kreative Lösungen, um die Spaßmaßnahmen aufzufangen, sie bilden Initiativen, die Ausbildungsplätze schaffen, sie tragen die Hauptlast der Gewaltprävention in den Gemeinden und integrieren nicht mit Worten sondern mit Taten."

 

Der FILIB e.V. (Förderwerk für innovative Landjugendarbeit in Bayern) wurde 1998 von Mitgliedern des KLJB-Landesvorstandes gegründet und ist immer auf der Suche nach neuen Ideen in der Landjugendarbeit. Er möchte Innovationspotential und Engagement entdecken und fördern. FILIB-Vorsitzender Robert Meyer erklärt: "Die KLJB-Mitglieder sind vor Ort sehr aktiv. Sie lassen sich ständig ´was Neues einfallen und zeigen so auch in der Öffentlichkeit, was man mit verbandlicher Jugendarbeit alles bewegen kann. Das sehen wir auch bei unserem Projekt "25.000! Menschen, Bilder & Aktionen", an dem sich momentan 131 Gruppen aus ganz Bayern mit Wetten und Bildern beteiligen." Der FILIB-Förderpreis wird seit 2002 alle zwei Jahre verliehen. Die teilnehmenden Projekte werden nach den Kriterien Innovation und Fantasie, Vernetzung innerhalb der KLJB, Öffentlichkeitswirksamkeit und Öffentlichkeitsarbeit, Kontinuität und Nachhaltigkeit für den Verband sowie Kreativität und Form der Bewerbung bewertet. Dieses Mal hatten sich 13 Gruppen beworben; die nächste Chance gibt es im Jahr 2008.

 

Weitere Bilder: hier

Diesen Text als Pressemitteilung herunterladen

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil man bei uns no weiß, dass Kühe ned lila san.“
Laura