Aktuell

Bayrische Landwirtschaft als Gesamtkonzept

Martin Höher, aktiv im Landesarbeitskreis AK LÖVE, ist stellvertretender Kreisobmann im BBV.

 

Hallo Martin, herzlichen Glückwunsch! Was bedeutet das neue Amt für dich? Welche Aufgaben hast du?
Das Amt des stellvertretenden Kreisobmanns bedeutet für mich in erster Linie eine große Verantwortung gegenüber dem bäuerlichen Berufsstand. Man muss immer präsent sein und seine Augen und Ohren offen halten. Hier im Landkreis Ebersberg, der im Bezirk Oberbayern liegt, gibt es 27 Ortsverbände. Ich komme aus dem Ortsverband Frauenneuharting, zugleich der Mitgliederstärkste in Ebersberg. Die Aufgaben sind vielfältig. Zum einen müssen die Kreisversammlungen vorbereitet und abgehalten werden. Zum anderen werden auch Informationsveranstaltungen verschiedenster Art angeboten. Ich bin vorrangig für die Milch zuständig, was aber nicht heißt, dass ich mich nur in diesem Feld bewege. Mich interessieren auch andere Themen wie z.B. die Ausbildung der Landwirte. Wenn diese nicht in einer sehr hohen Qualität durchgeführt wird, gilt der Grundsatz: Wer nix weiß, muss alles glauben! Die Zusammenarbeit mit dem Kreisobmann Franz Lenz stelle ich mir kooperativ, gleichberechtigt, ergänzend und menschlich vor. Ich denke wir haben einen guten Draht zueinander.

Wie lange bist du schon in der KLJB?
Meine Anfänge in der KLJB waren 1996. Da haben wir die Ortsgruppe Frauenneuharting wieder gegründet. Ich war 1998 im Gruppenleitergrundkurs und wurde dann auch zum Ortsvorstand gewählt. Von 2000 bis 2008 war ich Kreisvorstand der KLJB Ebersberg. Dort war ich mitunter am Aufbau des AK Bildung beteiligt. Seit 2003 bin ich im ASAK (Agrarsozialer Arbeitskreis) auf Diözesanebene und seit 2007 im AK LÖVE (Arbeitskreis Landwirtschaft, Ökologie, Verbraucherschutz, Energie; ehemals FKAP (Fachkreis Agrarpolitik)) auf Landesebene aktiv. 2010 erfolgte dann der Wechsel von der Jugendorganisation KLJB in den Kreisvorstand des Bayrischen Bauernverbandes.


Wie kann ein junger Landwirt wie du im BBV etwas voranbringen?

Meine Hauptsorge gilt der internen Kommunikation im Bauernverband. Das immense Wissen und die große Erfahrung, die der BBV hat, muss weitergegeben werden. Weiter müssen die Fragen und Ängste der Bauern auch ernst genommen werden. Das Ziel ist es nicht nur, eine bestimmte Gruppe von Bauern zu unterstützen, sondern auch die bayrische Landwirtschaft als Gesamtkonzept. Als junger Landwirt ist es natürlich schwer etwas voranzubringen. Man darf sich nicht unterkriegen lassen, muss immer wieder aufstehen und Fragen stellen, auch wenn sie unangenehm sind.

Zur Person

  • 30 Jahre
  • Baumberg in der Gemeinde Frauenneuharting
  • Ausbildung zum Elektroinstallateur
  • BILA Programm in Ebersberg mit Gesellenprüfung Landwirtschaft
  • Landwirtschaftsschule in Rosenheim: Wirtschafter des Landbaus, Landwirtschaftsmeister
  • Höhere Landbauschule Rotthalmünster: Agrarbetriebswirt
  • 35. TOP Kurs Landwirtschaft und Interessenvertretung für Nachwuchskräfte im landwirtschaftlichen Ehrenamt in der Andreas Hermes Akademie in Bonn-Röttgen


Unsere Familie bewirtschaftet einen Milchviehbetrieb mit 40 Milchkühen und Nachzucht auf der Grundlage von 25 Hektar Grünland und Acker und 11 Hektar Wald. Sozusagen der Bayrische Durchschnittsbetrieb.


Möchtest du unbedingt noch was zum Thema sagen?
Ja! Ich wünsche jedem bei dem, was er tut, Spaß zu haben, den Mut nicht zu verlieren und keine Angst vor Veränderungen zu haben.


Danke für Das Interview!

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil man do d’Weißwurst no vor 12e isst.“
Stefan