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EINMISCHEN statt WEGDUCKEN Preis für Zivilcourage 2010

Zum fünften Mal schreibt die Landesstelle für Katholische Jugendarbeit in Bayern 2010 den Preis für Zivilcourage aus.

 

Zivilcourage zu zeigen ist nicht einfach, weder für Erwachsene noch für Jugendliche. Ein Beispiel aus dem Schulalltag zeigt dies eindrücklich: Dein Mitschüler wird von anderen Schülerinnen und Schülern fertig gemacht. Er wird gehänselt und beleidigt. Dies geschieht nicht zum ersten Mail. Du hast die Situation schon öfters erlebt. „Sollst du dich einmischen und einschreiten?“ Diese Frage stellt sich jedem, der diese oder ähnliche Situationen erlebt. Der Preis für Zivilcourage will daher Lernprojekte, Trainings und Maßnahmen der politischen Bildung sowie konkrete Aktionen fördern, in denen Jugendliche Zivilcourage lernen und erleben. Er will Jugendgruppen, Schulklassen und Jugendverbände und Einrichtungen der Jugendarbeit ermutigen für junge Menschen Gelegenheiten anzubieten, in den Zivilcourage geübt werden kann. Es geht darum Mädchen und Jungen stark zu machen, damit sie sagen können: „Hier passiert etwas, das nicht in Ordnung ist, ich habe gelernt etwas dagegen zu tun!“
Die Projekte, Aktionen, Maßnahmen sollten im Zeitraum von Mitte 2008 bis Juli 2010 stattgefunden haben. Bewerben können sich bis zum 16. Juli 2010 bayernweit Jugendgruppen, Jugendverbände, Einrichtungen der Jugendarbeit, Schulklassen, Netzwerke von Jugendarbeit und Schule, sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Die Bewerbung erfolgt mit einem Bewerbungsbogen, der Informationen zum Projekt, Konzept oder zur Aktion abfragt. Über die Preisvergabe entscheidet eine unabhängige Jury. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Preisverleihung findet am 18. November 2010 statt. Dotiert ist der Preis ist mit 1.000 Euro.

Bewerbungsbogen, Jurykriterien und weitere Informationen befinden sich unter www.preisfuerzivilcourage.de

Sonderpreis für Würzburg
Beim letzten Mal, 2008, bekam die KLJB Würzburg einen Sonderpreis für ihren immerwährenden Fastenkalender verliehen: Ihr Kalender mit dem Titel „MISS (MIT) VERSTÄNDNIS durch (un)bekannte Gegenden reisen“ gibt tägliche Impulse zum Thema Völkerverständigung. Entstanden war die Idee nach einer Uganda-Reise, bei der die jungen Leute spüren konnten, wie sich das fremd Sein anfühlt. Der Kalender ist gemäß den Wochen unterteilt in verschiedene Kapitel, zum Beispiel Vorurteile, Begegnung, Kommunikation, Toleranz, Macht und Ohmacht.

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil‘s do de gmiadlichsten Festl gibt.“
Michi