Aktuell

Zwei jungen russischen Gastreferentinnen aus der Jüdischen Gemeinde in Straubing am Frühjahrsausschuss der KLJB Bayern in Geiselhöring

Grenzen überquert - und viel gelernt

Nach zweijähriger Projektdauer schließt die KLJB Bayern das Bildungsprojekt "Grenzen überqueren - Migration und interkulturelles Zusammenleben" mit einer Abschlussveranstaltung auf ihrer diesjährigen Landesversammlung Mitte Mai ab.

 

"Können wir uns wieder treffen?" mit dieser Frage verabschiedeten sich gegenseitig die Delegierten der KLJB Bayern und die jungen russischen Gastreferentinnen aus der Jüdischen Gemeinde in Straubing am Frühjahrsausschuss der KLJB Bayern in Geiselhöring. Begegnungen ermöglichen, Erfahrungen austauschen und für die unterschiedlichen Lebenssituationen sensibilisieren - das waren die Hauptziele des Projekts "Grenzen überqueren".  Herausforderung dabei war, die Themen "Migration und Integration", die in dem ländlichen Jugendverband noch weitgehend unbearbeitet waren, so umzusetzen, dass die Mitglieder einen positiven Zugang dazu finden und verstehen, warum diese Themen auch für die Katholische Landjugend von großer Bedeutung sind. In zwei Studienteilen und einer großen Abschlussveranstaltung konnten sich die Delegierten der KLJB Bayern zielgruppengerecht mit dem Thema auseinandersetzen, Methoden für die eigene Jugendarbeit vor Ort mitnehmen und vor allem: junge Menschen kennen lernen, die mit "Migrationshintergrund" in Bayern leben.


Im Rahmen des vom Bayerischen Jugendring geförderten Projektes entstanden

  • ein umfangreicher Werkbrief zum Thema (www.kljb-fundus.de) , 
  • politische Positionen zu Integration und zu Bildung, die von den Delegieren auf den KLJB-Landesgremien ausführlich und engagiert diskutiert wurden (http://www.kljb-bayern.de/Beschluesse.90.0.html)
  • eine Selbstverpflichtungserklärung zum weiteren Umgang mit dem Thema,
  • Projektmaterialien (T-Shirts, Arbeitsmappen, Bleistifte) mit dem Titel "Fremde oder Freunde - KLJB Bayern für faire Integration",
  • ein Fundus mit interessanten und anfragbaren Referentinnen und Referenten, bzw. Organisationen zum Thema Migration,
  • zwei Projektgruppen, von denen eine noch an der Abschlussdokumentation arbeitet und
  • mindestens 6 Folgeveranstaltungen auf Diözesan- und Kreisebene.

Sehr gut angekommen sind die einzelnen interkulturellen Elemente auf den KLJB-Landesgremien. So waren z.B. zum Frühjahrsausschuss 2007 zwei junge Frauen der Israelitischen Kultusgemeinde in Straubing eingeladen, die - sehr lebendig und sympathisch - sowohl vom jüdischen Leben in der niederbayerischen Stadt, als auch von ihrem Leben als russische/ukrainische Migrantinnen in Bayern berichteten. Interessant wird sicher auch der Besuch bei der Islamischen Gemeinde in Eichstätt, die uns im Rahmen der Landesversammlung 2007 empfangen wird.
Ein nachhaltiger Erfolg: Laut Delegierten-Beschluss werden die interkulturellen Elemente auch in Zukunft feste Bestandteile der KLJB Bayern-Gremien sein.

 

Das Projekt wird auf der Landesversammlung 2007 in Pfünz offiziell abgeschlossen. In Diskussionen mit anderen Verbänden und den Bischöflichen Jugendämtern wird aber klar, dass "Grenzen überqueren" eines der Zukunftsthemen sein wird.
Wir freuen uns darauf, unsere Erfahrungen weiterzugeben!

 

 

Die komplette Pressemitteilung kann hier heruntergeladen werden!

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil's in der Stadt keine Feldwege gibt.“
Malena