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KLJB Bayern: Bioenergie intelligent nutzen!

Landesausschuss der KLJB (Katholische Landjugendbewegung) Bayern beschließt einstimmig Position „Bioenergie - zukunftsfähig, nachhaltig und klimaschonend“. Rund 30 Delegierte aus allen bayerischen Diözesen stimmten am 13. Februar in der Landvolkshochschule Petersberg in Erdweg für den Antrag des Landesvorstandes.

 

Die KLJB sieht eine große Chance für die ländliche Entwicklung in einer nachhaltigen, klimaschonenden Biomassegewinnung und -nutzung, die in regionale Stoffkreisläufe eingebunden ist, eine dezentrale Energieversorgung gewährleistet und die regionale Wertschöpfung stärkt. „Allerdings sehen wir die dringende Notwendigkeit, sich kritisch und differenziert mit dem Thema Bioenergie auseinander zu setzten“, so der Landesvorsitzende Andreas Deutinger. „Die rasante Entwicklung auf diesem Gebiet wirft viele Problembereiche auf, zum Beispiel in den Bereichen Ernährungssicherheit, biologische Vielfalt und Klimaschutz“.

Aus dem Beschluss:
Die KLJB Bayern tritt ein für den Vorrang der Nahrungsmittel- vor der Bioenergieproduktion. Der Erzeugung gesunder und hochwertiger Lebensmittel für die Gesellschaft sind andere landwirtschaftliche Nutzungsinteressen unterzuordnen.

Die KLJB Bayern fordert,

  • innovative, regionaltypische Anbausysteme von Energiepflanzen weiterzuentwickeln,
  • die Investitionsförderung für Bioenergieanlagen an naturschutzfachliche Fördervoraussetzungen zu binden,
  • den Import von Biokraftstoffen aus Ländern außerhalb der EU zu stoppen,
  • die Technologie von Biokraftstoffen der zweiten Generation, z.B. aus biogenen Abfall- und Reststoffen weiter zu entwickeln, mit dem Ziel, die Energiebilanz zu verbessern.


Die KLJB Bayern setzt sich dafür ein, verstärkt Reststoffe zur Bioenergieerzeugung zu nutzen und sieht darin einen Weg, Flächennutzungskonflikten  und -intensivierungen zu begegnen. Sie spricht sich für eine Stromerzeugung aus Biomasse (fest, flüssig oder gasförmig) ausschließlich in hocheffizienten Anlagen mit nachgeschalteter Kraft-Wärme-Kopplung aus. Außerdem befürwortet sie, die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Biomethan möglichst effizient zu nutzen, insbesondere als Energiespeicher und Regelenergie. „Von der Politik erwarten wir, dass sie die Förderinstrumente für Bioenergien in den Sektoren Wärme, Strom und Kraftstoffe besser koordiniert“, ergänzt Andreas Deutinger.

 

Zum Beschluss

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„Ich bin glücklich auf dem Land, weil‘s immer a Gaude gibt.“
Celina