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KLJB Bayern fordert: Kein Ausstieg aus dem Ausstieg und aus der Entwicklungshilfe

Angesichts der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und FDP auf Bundesebene warnt die KLJB Bayern die beiden Fraktionen vor grundlegenden Richtungswechseln in der Atompolitik und in der Entwicklungshilfe.

 „Entwicklungshilfe ist etwas völlig anderes als Außenpolitik – es braucht dafür ein eigenständiges Ministerium.“ Helene Brem, Landesvorsitzende der KLJB Bayern, wird sehr nachdrücklich, wenn Sie auf die Überlegungen aus Berlin angesprochen wird, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zukünftig in das Außenministerium zu integrieren. „Bei Außen- und Wirtschaftspolitik geht es immer zunächst um deutsche Interessen. Entwicklungshilfe dagegen geht von den Bedürfnissen der armen Länder aus. Das sind zwei völlig unterschiedliche Blickwinkel, die nicht in einem Ministerium zusammengefasst werden können.“ In seiner jüngsten Sitzung hat der Landesvorstand der KLJB Bayern deshalb unmissverständlich klar gemacht, dass aus seiner Sicht die Entwicklungshilfe auch weiterhin mit einem eigenen Ministerium im Kabinett vertreten sein muss und dass zudem die Ausgaben für Entwicklungshilfe deutlich erhöht werden müssen, um mehr Chancengerechtigkeit für alle Menschen dieser Erde zu erreichen. Erfreut zeigt sich der Landesvorstand darüber, dass bereits einige Bischöfe, wie zum Beispiel Erzbischof Schick aus Bamberg, ebenfalls deutlich für einen Erhalt des BMZ eingetreten sind.

„Eine Welt“ noch lange nicht Realität

Wie weit wir noch von der Idee der „Einen Welt“ entfernt sind, musste die KLJB Bayern erst kürzlich im Zusammenhang mit einer Delegation der Partnerlandjugend aus dem Senegal (UJRCS) erleben: Obwohl alle Mitglieder der Delegation ein gültiges Visum für den Schengen-Raum besaßen, wurden sie bei der Einreise über Portugal mehr als zehn Stunden ohne Angabe von Gründen festgehalten, weil ihnen unterstellt wurde, untertauchen zu wollen.

Kernenergie ist keine Option für die Zukunft
Auch in Sachen Energiepolitik richtet der Landesvorstand der KLJB Bayern mahnende Worte an die Politik. „Der beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie darf nicht rückgängig gemacht oder verlangsamt werden“, fordert Michael Biermeier, ebenfalls Landesvorsitzender der KLJB Bayern. „Atomstrom ist weder nachhaltig noch umweltfreundlich. Darüber hinaus ist die Frage der Endlagerung nach wie vor völlig ungeklärt.“ Die KLJB Bayern erwartet von der neuen Bundesregierung eine klare Option für regenerative Energiequellen, um dem drohenden Klimawandel entgegen zu wirken.

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil ich die Natur liebe.“
Daniel