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Der Antrag „Für eine Kultur der Zusammenarbeit und Wertschätzung“ fand breite Zustimmung bei den Delegierten der 62. Landesversammlung der KLJB Bayern

KLJB Bayern: Für eine Kultur der Zusammenarbeit und Wertschätzung!

Landesversammlung der KLJB (Katholische Landjugendbewegung) Bayern beschließt einstimmig Position „Für eine Kultur der Zusammenarbeit und Wertschätzung“. Rund 80 Delegierte aus allen bayerischen Diözesen stimmen am 4. Juni in der Landvolkshochschule Volkersberg für den Antrag des Landesvorstandes.

 

Die KLJB stellt fest, dass Jugendverbandsarbeit eine langfristige Form von Jugendarbeit darstellt, die daher als landpastorales Konzept zu verstehen ist. Engagierte Ehrenamtliche geben den Glauben zeitgemäß weiter, feiern diesen Glauben und verleihen der Kirche ein junges Gesicht. Um diesen Auftrag erfüllen zu können, braucht die KLJB von Seiten der Kirchenleitung Formen der Zusammenarbeit und Wertschätzung. „Landjugendarbeit ist als pastorales Konzept zu verstehen. Wir sehen kein anderes Modell, das auf die größer werdenden Seelsorgeeinheiten in den ländlichen Regionen besser reagieren könnte.“, so Landjugendseelsorger Richard Stefke. Ein Kultur der Zusammenarbeit und Wertschätzung komme durch eine gute finanzielle und personelle Ausstattung, einen offenen Dialog zwischen Bischöfen und Jugendlichen, die Förderung vielfältiger Liturgieformen sowie die Freistellung von Seelsorgerinnen und Seelsorgern für die Begleitung der verbandlichen Gruppen zum Ausdruck. „Gerade bei den Freistellungsverfahren für Seelsorgerinnen und Seelsorger auf allen Ebenen unseres Verbandes werden von Seiten der Kirchenleitung zu geringe Stundendeputate zur Verfügung gestellt und mit den Mandatsträgern zu wenig kommuniziert.“

Aus  dem Beschluss:
Die KLJB Bayern leitet ihren Auftrag aus dem II. Vatikanischen Konzil sowie der Würzburger Synode ab und gestaltet die Kirche konstruktiv und kritisch mit. Eine Kultur der Zusammenarbeit und Wertschätzung für die Landjugendarbeit kann die Kirchenleitung auf vielfältige Weise zum Ausdruck bringen:

  • KLJB-Arbeit als pastorale Konzeption anerkennen:
    Eindeutiges Bekenntnis zur Jugendverbandsarbeit innerhalb der Jugendpastoral der Bistümer sowie der Freisinger Bischofskonferenz.
  • Das Engagement der KLJB auf allen Ebenen anerkennen:
    Regelmäßiger offener Dialog mit den Ortsbischöfen zu Fragen der Jugendpastoral und der Zukunft der Kirche.
  • Die Bedeutung von Geistlicher Verbandsleitung anerkennen:
    Freistellung von Priestern und kirchlichen Mitarbeiter/innen verschiedener pastoraler Berufsgruppen zur Ausübung des Amtes der Geistlichen Verbandsleitung für alle Ebenen der KLJB sowie adäquate Beteiligungsformen, transparente Entscheidungswege und eine zeitnahe und unmittelbare Kommunikation der Verantwortlichen der Ordinariate mit den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mandatsträger/-innen der KLJB bei den Freistellungsverfahren.


Eine Kultur der Zusammenarbeit und Wertschätzung wurde über viele Jahre hinweg von Seiten der Bischöfe der Landjugendarbeit entgegengebracht. Leider ist heute mancherorts zu beobachten, dass Anfragen von Verantwortlichen der KLJB von Seiten der Ordinariate nicht beantwortet werden oder im liturgischen Bereich Vorgaben gemacht werden, die kaum Raum lassen für jugendgemäßes Feiern. Folge ist eine Distanz zwischen der Landjugend und ihren Bischöfen, die der gemeinsamen Sorge um die Zukunft der Jugendarbeit nicht zuträglich ist. „Mit unserem Beschluss möchten wir unsere Bereitschaft zur Gestaltung von Landjugendpastoral bekräftigen und eine Grundlage für einen Dialog mit der Kirchenleitung schaffen. Wir hoffen sehr, dass dieser auch zustande kommt.“, fasst Richard Stefke zusammen.

 

Zur Pressemeldung als PDF

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Tobias