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KLJB Bayern für faire Integration

Grenzen überqueren: Projekt zu Migration und interkulturellem Zusammenleben - Studienteil "Migration" auf der Landesversammlung

In Bayern leben etwa 20,5 Prozent Jugendliche mit Migrationshintergrund. Besonders der Zuzug von neuen, fremden Nachbarn verändert die dörfliche Gesellschaft: Ob "zuagroaste" Binnenmigranten, Asylbewerber in Unterkünften auf dem Dorf, Stadtmenschen, die ins Grüne ziehen, Familien, die als Spätaussiedler oder Gastarbeiter nach Bayern kamen, oder EU-Bürger, die innerhalb der EU "migrieren". Im Rahmen des Projektes "Grenzen überqueren" beschäftigt sich die KLJB Bayern mit Migration, interkulturellem Zusammenleben und Integration. Das vom Bayerischen Jugendring und der Aktion Mensch geförderte Projekt informiert über die Geschichte von Einwanderung in Bayern, sensibilisiert für die Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, klärt über die aktuelle Gesetzgebung auf und ermöglicht Begegnung, interkulturellen und interreligiösen  Austausch mit anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Es will KLJB-Mitglieder auf Diözesan- und Landesebene zu einer qualifizierten Auseinandersetzung mit Stammtischparolen und Alltagsrassismus befähigen. "Aufklärung ist wichtig, reelle Zahlen und Beispiele, wie ein Aufeinader-zu-Gehen gestaltet werden kann" meint Melanie Reitinger-Hönig, Referentin für Internationales der KLJB Bayern "damit kann man integrationsfeindlichen Stimmungsmachern den Wind aus den Segeln nehmen".

 

Studienteil "Migration" auf der Landesversammlung

In diesem Jahr finden vier große Veranstaltungen mit Multiplikatoren und Multiplikatorinnen in der Landjugendarbeit statt. Eine davon ist die Landesversammlung der KLJB Bayern vom 25. bis 28. Mai 2006 auf dem Petersberg bei Dachau. Ihr ganztägiger Studienteil wird sich dem Thema Migration widmen und den etwa 90 teilnehmenden Landjugendlichen aus allen sieben bayerischen Diözesen in Rollenspielen, Workshops und Diskussionsrunden Wissen und Kompetenzen vermitteln. Dazu werden u.a. folgende Gäste erwartet: Monika Steinhauser vom Münchner Flüchtlingsrat, eine Referentin von IDIZEM e.V. (Interkulturelles Dialogzentrum in München), Levent Askar, IG Interkulturelle Begegnung und Bildung, Markus Hönig,  Erlebnispädagoge mit Schwerpunkt interkulturelle Jugendarbeit sowie ein Referent aus dem Projekt Jugendarbeit an Schulen (JaS). Der KLJB Landesvorstand wird außerdem ein Antragspapier zur "besseren Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund" in die Versammlung einbringen. Im letzten Jahr ist eine Arbeitshilfe mit umfangreichem Material für die Jugendarbeit zum Thema Migration und interkulturelles Zusammenleben entstanden (Werkbrief "Grenzen überqueren - Migration und interkulturelles Zusammenleben", 144 Seiten, 5,50 Euro. Zu bestellen unter http://www.kljb-fundus.de/).

 

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„Ich bin glücklich auf dem Land, weil's in der Stadt keine Feldwege gibt.“
Malena