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KLJB Bayern gegen Patente auf Leben

Landesausschuss vom 6. bis 8. November in Oberwittelsbach bei Aichach verabschiedet Positionen gegen Patente auf Leben und zur Ernährungskrise.

 

Einstimmig beschlossen die 24 Delegierten der Katholischen Landjugend-bewegung (KLJB) Bayern eine Position gegen Patente auf Leben. „Wir betrachten die Natur und alles Lebendige als Schöpfung. Darauf kann es keine Eigentumsrechte geben,“ erklärt KLJB-Landesgeschäftsführer Martin Wagner. Der kirchliche Jugendverband sieht sowohl das Verfahren der Patentvergabe als auch die Konsequenzen kritisch und fordert unter anderem:

  • Es muss ein klare Grenze zwischen Patenten am Leben (Patente auf Verfahren) und Patenten auf Leben (Stoffpatente) geben – Patente auf Lebewesen sind nicht akzeptabel.
  • Auf traditionelle Verfahren der Tier- und Pflanzenzüchtung dürfen keine Patente erteilt werden
  • Landwirte dürfen nicht in eine einseitige Abhängigkeit (von Großkonzernen) geraten. Die Weiterverwendung patentierter Pflanzen und Tiere darf nicht zu Verwendungsvorschriften für Landwirte führen.
  • Das Landwirteprivileg in Deutschland muss erhalten bleiben und auch weltweit geltend gemacht werden.
  • Indigene Völker dürfen in der Nutzung tradierten Wissens durch Patente nicht eingeschränkt werden.


Handeln gegen die Ernährungskrise
Unter dem Titel „Jetzt Handeln gegen die Ernährungskrise!“ verabschiedeten die jungen Erwachsenen aus ganz Bayern eine Position, die sich an Politik, Kirche und Gesellschaft richtet. Unter anderem rufen sie darin die Verantwortlichen auf, sich umgehend für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung und die Beachtung des Prinzips der Ernährungssouveränität einzusetzen.

Außerdem fordern sie

  • Schuldenerlass für die ärmsten Länder
  • Faire Preise und regionale Vermarktung von Lebensmitteln
  • Die Förderung der Entwicklung ländlicher Räume weltweit – insbesondere die Bildung und die Selbstorganisation von Landwirten
  • Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle Menschen
  • Ausbau der Entwicklungszusammenarbeit
  • Bewusstes Einkaufsverhalten aller Verbraucher/-innen zur Unterstützung des fairen Handels und der Versorgung aus regionaler und ökologischer Produktion

 

Hier geht's zu den Beschlüssen

 

Bildergalerie zur Landesausschuss II

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil man bei uns no weiß, dass Kühe ned lila san.“
Laura