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Gewinnergruppen, Jurymitglieder und begeisterte Politiker/-innen: In der Mitte mit Preisen (v.l.): Philipp Stark stellvertretend für den Fastenkalender (3. Platz), Regina Klement für das Projekt MEUTE (1. Platz), Claudia Hirtreiter für NAWAROS (2. Platz). Links Christine Kamm, Die Grünen, Dr. Linus Förster, SPD und BBV-Generalsekretär Hans Müller. Rechts: der am 3. Mai ausgeschiedene KLJB-Bayern-Vorsitzende Robert Meyer und Landesgeschäftsführer Martin Wagner, beide im Vorstand des FILIB e.V. und in der Jury für den Ladjugendförderpreis.

KLJB Bayern verleiht Landjugendförderpreis

KLJB Bayern verleiht Landjugendförderpreis für innovative Projekte in Bayern an drei Gruppen aus den Diözesen Regensburg und Würzburg. BBV Generalsekretär Hans Müller würdigt die Siegergruppen, schriftliche Laudationes gab es vom Jugendbeauftragten der Freisinger Bischofskonferenz Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger, MdB Marianne Schieder und dem Schirmherrn des Förderpreises, Landtagspräsident Alois Glück. MdL Christine Kamm, MdL Dr. Linus Förster, Sebastian Frankenberger, ÖDP und Maximilian Schaaf, JuLis (FDP) feiern mit der KLJB.

 

Zum vierten Mal hat die KLJB Bayern den Landjugendförderpreis verliehen. Das Förderwerk für innovative Landjugendarbeit in Bayern (FILIB) e.V. hat im Rahmen der KLJB Landesversammlung vom 1. bis 4. Mai in Kloster Roggenburg (Diözese Augsburg) drei Landjugendgruppen für ihr Engagement ausgezeichnet. Hans Müller, Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), übereichte die Preise und zeigte sich beeindruckt vom ehrenamtlichen Engagement der jungen Leute.

 

MEUTE - Mobiles Europa Team
Der mit 1.200 Euro dotierte erste Preis ging an das Projekt MEUTE aus dem Diözesanverband Regensburg. Von Mai 2006 bis September 2007 fuhren die etwa 25 "Meuterer" mit ihrem Bus quer durch die ganze Diözese und besuchten Ortsgruppen und Schulklassen. Ihre Mission: Jugendliche für das Thema Europa interessieren, Wissen rund um Europa, die EU und die EU-Länder zu vermitteln, eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema zu ermöglichen und Diskussion und Austausch zum Thema fördern. Im Gepäck hatten sie Spiele und Methoden, zum Beispiel: Europa von A-Z im Schnelldurchlauf, Tänze aus europäischen Ländern und verschiedene Bausteine unter anderem zum Thema Christentum und Europa.
Aus der Laudatio von Alois Glück: "Über 80 Mal war das Mobile Europa Team unterwegs und hat im Rahmen der EU-Osterweiterung Jugendlichen das Thema Europa näher gebracht, sie zu Gesprächen darüber angeregt und gemeinsam mit ihnen nach Antworten auf die Fragen gesucht, die junge Menschen zu Europa haben: Was geht mich Europa persönlich an? Warum lohnt es sich, dass wir uns für Europa engagieren?" Glück lobte außerdem das große ehrenamtliche Engagement - rund 90 Prozent der jungen KLJB’ler/-innen hatten die Vorbereitungsarbeiten und die Gruppenbesuche in ihrer Freizeit absolviert. Der Landtagspräsident bescheinigte dem Projekt "Kreativität, enormen Einsatz und nachhaltiges Wirken im Sinne des Europagedankens."

 

NAWAROS - Zukunft unserer Region
Nicht Indianer, sondern ein Bildungsprojekt rund um nachwachsende Rohstoffe steckt hinter dem Namen Nawaros. Die KLJB Arbeitsgemeinschaft Straubing Nord (Diözese Regensburg) hat mit einer Wanderausstellung, Fachvorträgen und  verschiedenen Methoden KLJB-Gruppen und Schulen besucht. Ehrenamtlich und sehr professionell haben sie die Themen Schöpfungsbewahrung und ländliche Entwicklung mit großer Außenwirkung angepackt. Das war der Jury den zweiten Preis und 1.000 Euro wert.
Aus der Laudatio von Marianne Schieder: "Der ArGe Straubing Nord ist es - besonders durch die Vernetzungsarbeit mit den Schulen - gelungen, die Thematik bei Jugendlichen breit zu streuen. (...) , dass jeder Jugendliche genügend Anhaltspunkte an die Hand bekam, im eigenen Umfeld aktiv zu werden."

 

KLJB Fastenkalender
Mit einem immerwährenden Fastenkalender hat der AK Flash (Arbeitskreis für Arbeitshilfen und Schulungen) aus dem Diözesanverband Würzburg den dritten Platz belegt. Ihr Kalender, mit dem Titel "MISS (MIT) VERSTÄNDNIS durch (un)bekannte Gegenden reisen" gibt tägliche Impulse zum Thema Völkerverständigung. Entstanden war die Idee nach einer Uganda-Reise, bei der die jungen Leute spüren konnten, wie sich das fremd Sein anfühlt. Der Kalender ist gemäß den Wochen unterteilt in verschiedene Kapitel, zum Beispiel Vorurteile, Begegnung, Kommunikation, Toleranz, Macht und Ohmacht. Aus der Laudatio von Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger: "Der Kalender bleibt nicht an der Oberflächlichkeit hängen. Vielmehr geht es ihm um eine tiefere Besinnung auf mich selbst, wie ich auf Fremdes und Fremde reagiere. (...) Gerade in unserer Zeit, wo die Menschen in dieser Welt immer näher zusammenrücken, wo wir immer mehr mit anderen Kulturen auch in Berührung kommen, ist das überlebensnotwendig für  uns Menschen dieser Einen Welt."

 

Engagement und Innovation fördern 
BBV-Generalsekretär Hans Müller würdigte das vielfältige Engagement der KLJB Bayern und überreichte den Siegerinnen und Siegern die Pokale. Der bayerische Bauernverband  beteiligte sich mit 300 Euro am Preisgeld. Der FILIB e.V. (Förderwerk für innovative Landjugendarbeit in Bayern) wurde 1998 von Mitgliedern des KLJB-Landesvorstandes gegründet und ist immer auf der Suche nach neuen Ideen in der Landjugendarbeit. Er möchte Innovationspotential und Engagement entdecken und fördern. Der Landjugendförderpreis wird seit 2002 alle zwei Jahre verliehen. Die teilnehmenden Projekte werden nach den Kriterien Innovation und Kreativität sowie der Berücksichtigung der KLJB-Profilthemen internationale Arbeit, Glaube und Kirche, ländliche Entwicklung, Ladwirtschaft und Ökologie bewertet. Dieses Mal hatten sich 17 Gruppen beworben; die nächste Chance gibt es im Jahr 2010.

 

Die Pressemitteilung kann hier heruntergeladen werden!

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil man bei uns no weiß, dass Kühe ned lila san.“
Laura