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Politisches Podium bei der KLJB-Landesversammlung v.l.: Umweltminister Thorsten Glauber (FW), KLJB-Landesvorsitzende Alexandra Fröhlich, Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU), Martin Hagen (FDP), Ronja Endres (SPD), Florian Siekmann (Grüne), KLJB-Landesvorsitzender Franz Wacker.

Der neue KLJB-Landesvorstand v.l.: Franz Wacker, Rafael Derfuß, Landjugendseelsorger Helmut Beck, Alexandra Schmid, Landesgeschäftsführer Sebastian Petry, Kilian Gumpp und Antonia Kainz. Foto: Alexander Klug, KLJB Bayern

Die KLJB München und Freising gewann den FILIB-Landjugendförderpreis in der Kategorie Projekte auf Diözesanebene für die vorbildliche Arbeit zur Inklusion in der 2022 gegründeten „Projektgruppe Vielfalter*innen“.

Die KLJB-Landesversammlung unterstützt das Volksbegehren Vote16 für ein Wahlalter 16!

Alexandra Schmid (24), seit 19. Mai 2023 ehrenamtliche KLJB-Landesvorsitzende aus Schöllnach, Landkreis Deggendorf.

Rafael Derfuß (24) aus Hetzles (Landkreis Forchheim), seit 19. Mai 2023 ehrenamtlicher KLJB-Landesvorsitzender der KLJB Bayern.

KLJB fordert Jugendbeteiligung im Wahljahr - Zwei neue Landesvorsitzende gewählt

Die KLJB Bayern setzt im Jahr der Landtagswahl auf die Themen der jungen Generation, vorrangig Jugendbeteiligung, Wahlalter 16 und Klimaschutzpolitik. In einem politischen Podium der 74. Landesversammlung zur Landtagswahl wurden diese Forderungen der Landjugend direkt an die Politik gebracht, u.a. Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) und Umweltminister Thorsten Glauber (FW).

Die 70 Delegierten aus ganz Bayern wählten im Jugendhaus Feuerstein (Ebermannstadt, Landkreis Forchheim) zudem zwei neue ehrenamtliche Landesvorsitzende, die 25jährige Verwaltungsbeamtin Alexandra Schmid aus Schöllnach (Landkreis Deggendorf, Diözese Passau) und den 24jährigen Pastoralassistenten Rafael Derfuß aus Hetzles (Landkreis Forchheim, Diözese Bamberg).

Die Landesversammlung fasste mehrere Beschlüsse u.a. zu mehr Inklusion in Politik, Gesellschaft und Jugendarbeit.

Bei der feierlichen Verleihung des Landjugendförderpreises für besonders gelungene Projekte der Jugendarbeit wurden vier vorbildliche Gruppen aus der KLJB geehrt.

 

KLJB will zur Landtagswahl in ganz Bayern diskutieren

Im Studienteil unter dem Titel „Landtagswahl 2023 – was muss sich ändern?“ gab es am Freitag eine Podiumsdiskussion mit anschließenden Kleingruppen, wobei fünf prominente Gäste die politischen Themen der KLJB wie Jugendbeteiligung, das aktuelle Volksbegehren zum Wahlalter 16 und Klimaschutzpolitik diskutierten:

  • Sozialministerin Ulrike Scharf, MdL (CSU) zeigte sich begeistert über das Engagement der Jugendverbände, auch beim Thema Jugendbeteiligung und dem Volksbegehren Vote 16. „Das Wahlalter 16 traue ich persönlich euch zu und kann es mir gut vorstellen. Ich möchte das aber nicht isoliert betrachten ohne andere Themen wie Geschäftsfähigkeit und Volljährigkeit.“
  • Umweltminister Thorsten Glauber, MdL (FW) lobte das Engagement der KLJB in der Energiepolitik: „Unterstützt uns, dass wir die Klimapolitik schaffen und unsere Ziele etwa beim klimagerechten Bauen und Wohnen auf dem Land.“
  • Florian Siekmann, MdL (Grüne) freute sich besonders über das politische Engagement der KLJB gegen Diskriminierung und für mehr Beratung von jungen queeren Menschen auf dem Land in Bayern: „Wir sind das einzige Bundesland, das noch keinen Aktionsplan für queere Menschen hat, das kann ja nicht so bleiben!“
  • Ronja Endres, Landesvorsitzende SPD, warb für mehr bezahlbare Wohnungen für junge Menschen auf dem Land: „Wir wollen mehr öffentliche Förderung für Genossenschaften auf dem Land und  eine Milliarde Euro direkt an die Kommunen, die wissen wo sie Wohnraum schaffen können und auch das Vorkaufsrecht brauchen.
  • Martin Hagen, MdL; Landes- und Fraktionsvorsitzender FDP, unterstützt ebenfalls Wahlalter 16 und mehr Jugendbeteiligung: „Wir stehen beim Wahlalter 16 voll dahinter und die KLJB ist da sehr präsent in der Politik, macht genau so weiter, das ist großartig!“

 

Zuvor gab es am Freitagvormittag ein von der KLJB selbst erstelltes Planspiel „Landtagswahl in Niederkaltenkirchen“ und ein „Politisches Café“ mit Gästen aus den parteipolitischen Jugendorganisationen Junge Union, Grüne Jugend, JFW, Juso und Julis.

KLJB-Landesvorsitzender Franz Wacker freut sich über das gelungene Angebot zur Landtagswahl: „Mit diesem Format wollen wir in der Jugendarbeit auch zeigen, dass das persönliche Gespräch von Jugend und Politik sehr wichtig und möglich ist. Wir motivieren unsere rund 900 Ortsgruppen und die Kreisverbände dazu, diese jugendgerechten Veranstaltungen vor der Landtagswahl jeweils passend selbst umzusetzen. Denn die Themen der Jugend soll die Jugend selbst einbringen können – und die Politik auch einfach mal zuhören können, was die nächste Generation auf dem Land fordert. Dann wird es auch leichter mit der Unterschrift für unser Volksbegehren Vote16.“

 

Samstag: Nachwahlen und Abschied im KLJB-Landesvorstand

Am Samstag stand bei der Landesversammlung eine Nachwahl von ehrenamtlichen Landesvorsitzenden an. Neu im Kreise der weiter fünf ehrenamtlichen Landesvorsitzenden ist Alexandra Schmid (25) aus Schöllnach (Landkreis Deggendorf), die in Landshut als Verwaltungsbeamtin bei der Regierung von Niederbayern arbeitet. Sie war zuvor bei der KLJB Schöllnach, im Kreisverband und Diözesanverband Passau aktiv und freut sich jetzt auf die Landesebene: „Ich habe das Gefühl, dass wir hier mit einem engagierten Team viel bewegen können. Meine Interessen gehen dabei in alle Bereiche der KLJB, also Nachhaltigkeit, internationale Begegnungen, Politik und auch die Reform der katholischen Kirche“.

Der zweite neue Landesvorsitzende Rafael Derfuß (24) kommt aus Hetzles (Landkreis Forchheim), wurde geprägt von der Jugendarbeit der KLJB im Erzbistum Bamberg und ist derzeit als Pastoralassistent in Nürnberg tätig: „Ich freue mich auf die Gelegenheit, die pastorale Themen der jungen Generation in die Kirche zu bringen und gerade auch die politische Stimme der Landjugend in ganz Bayern zu vertreten.“

 

Am Samstagabend gab es eine feierliche Verabschiedung der ehrenamtlichen Landesvorsitzenden AlexandraFröhlich (Schwarzhofen, Landkreis Schwandorf, seit 2020) und StefanGerstl (seit 2018). Dabei leitete der bayerische Jugendbischof Florian Wörner (Weihbischof Bistum Augsburg) den Festgottesdienst.  

Der gerade erst neugewählte Präsident Philipp Seitz vom BJR (Bayerischer Jugendring) konnte dabei auch als KLJB-Mitglied in Barbing (Landkreis Regensburg) besonders den 30jährigen Stefan Gerstl aus Oberaichbach (Landkreis Landshut) nach über zwölf Jahren Engagement in der KLJB von der Orts-, Kreis- und Diözesanebene bis zum Amt auf Landesebene würdigen. Er verlieh ihm auf Beschluss des BJR die selten vergebene "Auszeichnung für hervorragende Verdienste in der Jugendarbeit", mit der der BJR Persönlichkeiten ehrt, die einen besonderen und hervorragenden Beitrag für die Weiterentwicklung der Jugendarbeit geleistet haben.

 

Vier Preisträgergruppen beim FILIB-Landjugendförderpreis

Am Freitagabend fand die feierliche Verleihung des FILIB-Landjugendförderpreises der KLJB Bayern statt. Ehrengäste, die die Leistungen der Landjugendgruppen würdigten, waren dabei GuntherFelßner, BBV-Präsident und Landesbäuerin ChristineSinger.

Der FILIB e.V. (Förderverein Innovative Landjugendarbeit in Bayern) stiftet alle zwei Jahre Geldpreise im Gesamtwert von 3.500 Euro, verteilt auf maximal drei Siegergruppen und einen Diözesanverband. Damit werden vorbildliche Aktionen und Projekte, die die KLJB vorangebracht und inhaltlich bereichert haben, gewürdigt.

 

Die vier Siegergruppen sind:

  • KLJB München und Freising in der Kategorie Projekte auf Diözesanebene für die vorbildliche Arbeit zur Inklusion in der 2022 gegründeten „Projektgruppe Vielfalter*innen“. Hier wird das Pfingsttreffen am Petersberg als traditionelles und erfolgreiches Zeltlager umgestaltet und gezielt für Menschen mit Behinderung geöffnet. Es gelangen bereits viele Schulungen und praktische Schritte, die für das Pfingsttreffen „Voi vui Farb“ 2023 auch in Kooperation mit der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Caritas umgesetzt werden. Auch die ganze Jugendarbeit im Diözesanverband ist dabei im Blick.
  • KLJB-Kreisverband Dingolfing-Landau für die Arbeit im Projekt „Vielfalt“, das bereits über mehrere „Ehrenamts-Generationen“ eine Austausch-Partnerschaft mit jungen Menschen aus Poltawa in der Ukraine im einschneidenden Kriegsjahr 2022 aufrechterhalten und praktische Hilfe vor Ort umsetzen konnte
  • KLJB Nittenau (Landkreis Schwandorf, Diözese Regensburg) für ihr Projekt „Jetzt red i mal“, das 2022 einen notwendigen Dialog mit der Jugend zur Reform der katholischen Kirche schaffte, die Missbrauchsskandale und das Projekt „Outinchurch“ zum Thema machte und Forderungen der Jugend an ihre Kirche diskutierte.
  • KLJB Teisendorf (Landkreis BGL, Diözese München und Freising) für ihr Projekt „Erntekrone“, bei dem in vielen Ehrenamtsstunden nach der Coronazeit eine neue Krone zum Erntedankfest errichtet wurde. Es wird damit eine gute ländliche Tradition mit der Generation von heute umgesetzt und die Wertschätzung für Handarbeit, Gottes Schöpfung sowie regionale und gute Produkte ausgedrückt.

 

Beschlüsse zu Inklusion und Landwirtschaftliche Familienberatung 

Am Sonntag schloss die Landesversammlung mit der Antragsberatung. Ein Beschlussantrag aus einer Arbeitsgruppe „Mehr Sein als nur Schein – Zeit für Inklusion“, verpflichtet die KLJB selbst zur Öffnung und Gleichstellung für alle Menschen mit Behinderung. Landesvorsitzende Alexandra Fröhlich: „Es war sehr motivierend, wie die Arbeitsgruppe die Jugendarbeit in der KLJB stärker für das Thema Inklusion öffnen möchte und dafür das Gespräch mit den Fachverbänden gesucht wird. Wir haben dabei die gesamte Gesellschaft und Politik im Blick und fordern die uneingeschränkte Teilhabe. Nur durch gelebte Inklusion haben Menschen mit Behinderung die Chance, für sich selbst zu sprechen und ihre Wünsche und Forderungen zu artikulieren.“

Auf Antrag der KLJB Würzburg wurde eine Forderung zur stärkeren Unterstützung für die Landwirtschaftliche Familienberatungen beschlossen. KLJB-Diözesanvorsitzende Jule Hack aus Würzburg: „Diese leistet mit ihren finanziell nicht immer gesicherten Angeboten wertvolle Beiträge für psychosoziale Beratung in der Landwirtschaft. Das ist etwa bei Konflikten um Hofübergaben auch für die Landjugend und das Miteinander aller Generationen sehr wichtig und muss dauerhaft gesichert bleiben.“

 

Pressemitteilung als pdf-Download

 

Pressefoto Podium Politik KLJB-Landesversammlung (Foto: michimcfly, KLJB Bayern)

Pressefoto KLJB-Landesvorstand (Foto: Alexander Klug, KLJB Bayern)

Pressefoto KLJB-Landesversammlung (Foto: Alexander Klug, KLJB Bayern)

 

Pressefoto KLJB-Landesvorsitzende Alexandra Schmid (Foto: Alexander Klug, KLJB Bayern)

Pressefoto KLJB-Landesvorsitzender Rafael Derfuß (Foto: Alexander Klug, KLJB Bayern)

 

Pressefoto KLJB München und Freising Landjugendförderpreis (Foto: Alexander Klug, KLJB Bayern)

Pressefoto KLJB Dingolfing-Landau Landjugendförderpreis (Foto: Alexander Klug, KLJB Bayern)

Pressefoto KLJB Nittenau Landjugendförderpreis (Foto: Alexander Klug, KLJB Bayern)

Pressefoto KLJB Teisendorf Landjugendförderpreis (Foto: Alexander Klug, KLJB Bayern)

 

 

Beschluss "Psychische Gesundheit von Landwirt*innen im Blick"  (KLJB-Landesversammlung, 21.5.2023)

"Mehr Sein als nur Schein - Zeit für Inklusion" (KLJB-Landesversammlung, 21.5.2023)

Version in leichter Sprache:

"Mehr Sein als nur Schein - Zeit für Inklusion" (KLJB-Landesversammlung, 21.5.2023)

 

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil ma se auf da Stross no griasd.“
Florian