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Die KLJB Bayern hat sich auf ihrem Landesausschuss in Nürnberg für mehr Frauen in Führungspositionen der katholischen Kirche ausgesprochen - und verweist darauf, dass der Verband selbst seit Jahren paritätisch besetzte Gremien hat.

KLJB fordert mehr Frauen in Führungspositionen der katholischen Kirche

Der KLJB-Landesausschuss hat Mitte Februar in Nürnberg einen Antrag zur Förderung von Frauen in Führungspositionen der katholischen Kirche verabschiedet. Er nimmt Bezug auf ein Wort der deutschen Bischöfe von 1981 und eine Selbstverpflichtung der deutschen Bischöfe von 2013 zur deutlichen Erhöhung der Anzahl von Frauen in Führungspositionen. Vor dem Hintergrund, dass Papst Franziskus in seinem Schreiben Evangelii Gaudium „wirksamere weibliche Gegenwart in der Kirche“ anmahnt, fordert die KLJB Bayern die bayerischen Diözesen auf, die Selbstverpflichtung der deutschen Bischöfe umzusetzen.

 

Landesseelsorger Richard Stefke begrüßt den Beschluss:

„Als KLJB Bayern können wir auf eine 65-jährige Tradition eines partnerschaftlichen Miteinanders von Männern und Frauen einerseits, und von Laien und Priestern anderseits, in einem kirchlichen Verband verweisen. Wir besetzen selbstverständlich unsere Führungspositionen paritätisch und finden gute Wege für eine Zusammenarbeit von Laien und Priestern. Die Selbstverpflichtung der Bischöfe sehen wir als ersten wichtigen Schritt an, dem nun auch konsequent die Umsetzung folgen sollte.“ 

 

KLJB setzt Parität von Frauen und Männern im eigenen Verband um

Die KLJB Bayern ermöglicht in ihrer Satzung konsequent ein partnerschaftliches Miteinander von Frauen und Männern. Die mehrköpfigen Vorstände werden nach Möglichkeit paritätisch sowie mit einem geistlichen Verbandsleiter oder einer geistlichen Verbandsleiterin besetzt. Alle haben das gleiche Stimmrecht,  werden gewählt und leiten den Verband gemeinsam.

 

Beschluss der KLJB passt zur Befassung mit dem Zweiten Vatikanum

Der Beschluss reiht sich in die Befassung mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ein. Als erstes Konzil hat das Zweite Vatikanische Konzil ein eigenes Dekret über die Laien in der Kirche verabschiedet und die Verantwortung aller Getauften und Gefirmten – Frauen und Männer – für die Sendung der Kirche betont.

 

Richard Stefke: „50 Jahre nach dem Konzil, 30 Jahre nach dem Wort der Bischöfe und ein Jahr nach der wiederholten Selbstverpflichtung ist es wichtig, daran zu erinnern, dass Frauen und Männer als  Laien, das heißt als vollwertige Angehörige des Volkes Gottes, Führungspositionen in der Kirche übernehmen können und sollen.“

 

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Download Beschluss „Förderung von Frauen in Führungspositionen der katholischen Kirche“ als pdf-Datei 

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil man do d’Weißwurst no vor 12e isst.“
Stefan