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Vroni Hallmeier (22) aus Pollenfeld (Landkreis Eichstätt) wurde am Wochenende als KLJB-Landesvorsitzende gewählt und freut sich darauf, die visionären Vorstellungen und konkreten Forderungen der KLJB-Kampagne HEIMVORTEIL mit der Politik zu diskutieren.

KLJB fordert Visionen für die Zukunft auf dem Land

Die 64. Landesversammlung der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Bayern vom 9. bis 12. Mai im Haus Petersberg in Erdweg (Kreis Dachau) hat einen Grundsatzbeschluss „HEIMVORTEIL – Punktsieg für's Land! Weil wir das Land mit Visionen bewegen.“ verabschiedet. Er ist ein Ergebnis der seit zwei Jahren laufenden KLJB-Kampagne HEIMVORTEIL, das Visionen des Jugendverbands für die Zukunft auf dem Land beschreibt.

 

Die rund 90 Delegierten formulierten damit ihre grundsätzlichen Positionen aus den Erfahrungen und Aktionen im Rahmen der bayernweiten Kampagne „HEIMVORTEIL – Punktsieg für´s Land!“. Die KLJB schildert dabei einleitend die aus ihrer Sicht widersprüchlichen Entwicklungen auf dem Land in Bayern. Der Jugendverband formuliert daraus folgend Visionen für die Zukunft in allen Bereichen der Kampagne HEIMVORTEIL (Politik, Soziales, Wirtschaft und Umwelt) und bietet sich für den Dialog über ihre Vorstellungen an.

 

Landesvorsitzender Andreas Deutinger erklärt den Beschluss:

„Hier schließen wir eine Lücke in der Politik. Das Landesentwicklungsprogramm ist unserer Meinung nach das beste Beispiel, dass den meisten politisch Verantwortlichen eine visionäre Idee für die Zukunft auf dem Land fehlt. Wir wollen als Jugendverband und Stimme der Landjugend nun dazu ins Gespräch mit der Politik, Verwaltung, Fachverbänden und Zivilgesellschaft kommen.“

 

Breite Palette von langfristigen Zielen für die Zukunft auf dem Land

Der Beschluss sammelt eine Fülle von langfristigen Zielen der KLJB. Zumeist liegen dazu ergänzend bereits Beschlüsse mit konkreten Forderungen der KLJB vor wie zur Jugendbeteiligung, Energiepolitik, Landesplanung und Schule auf dem Land.

 

Geteilt in die Bereiche Politik, Soziales, Wirtschaft und Umwelt werden auf der Basis der Leitlinien der KLJB Ideen beschrieben, die für die KLJB zu einem besseren Leben auf dem Land gehören: Das beginnt im Bereich „Politik“ bei der durchgehenden Jugend- und Bürgerbeteiligung und Dorfentwicklungsprozessen zur Wiederbelebung der Ortskerne und geht weiter mit einer „regional abgestimmten Gewerbeflächenpolitik“, die Zersiedelung und Flächenfraß bekämpfen soll.

 

Im Bereich „Soziales“ fordert die KLJB die Unterstützung ehrenamtlichen Engagements in Kirche, Vereinen und Verbänden ohne bürokratische Hürden. Einrichtungen für Familien, Senioren und Jugendarbeit stärken für die KLJB die Dorfgemeinschaft und sind ein „Standortvorteil“ in ländlichen Räumen.

 

Im verbundenen Teil „Wirtschaft und Umwelt“ heißt es: „Ökologie und Ökonomie ergänzen sich! Natur, Umwelt und Kulturlandschaft bleiben dabei Werte an sich.“ Dazu fordert die KLJB konsequenten Flächenschutz, in der Region produzierte erneuerbare Energie und neue Mobilitätskonzepte wie Carsharing und Fahrdienste („Teilen macht mobil“). Nicht zuletzt werden regionale Wirtschaftskreisläufe und ein schnelles Internet auf dem Land als Voraussetzungen für sichere Arbeitsplätze gesehen.

 

Die neue KLJB-Landesvorsitzende Vroni Hallmeier zeigt sich offen für die politische und fachliche Diskussion auf Landesebene: „Hier freue ich mich auf die dazu geplanten persönlichen Gespräche mit der Politik, wozu das Wahljahr 2013 viele Gelegenheiten bietet. Grundlage für die KLJB sind dabei unsere Beschlüsse und Wahlprüfsteine bei den für die Landjugend wichtigen Themen, und das sind zur Zeit Energiewende, Jugendbeteiligung und Landesplanung.“

 

Prominente Gäste aus der Politik bei der KLJB

Die KLJB Bayern pflegt bereits intensive Kontakte zur Landespolitik. So begrüßte die Landesversammlung in einer Podiumsdiskussion zum Wahljahr in Bayern 2013 prominente Gäste aus der Landespolitik, darunter die Spitzenkandidaten Christian Ude (SPD), Margarete Bause (Grüne) und Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) sowie Eva Gottstein (FW) und den jugendpolitischen Sprecher der CSU im Landtag Sepp Zellmeier. In anschließenden Kleingruppen schilderten die Delegierten der Landjugend bei den Themen Jugendbeteiligung und Landesplanung ihre Erfahrungen und Erwartungen an die Politik. 

 

Antrag "HEIMVORTEIL - Punktsieg für´s Land!" als pdf-Download

 

Pressemitteilung als pdf-Download

 

Foto Vroni Hallmeier als jpg-Download (druckfähig 4,4 MB)

 

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil's in der Stadt keine Feldwege gibt.“
Malena