Aktuell

KLJB für Förderung des ökologischen Landbaus

Die KLJB Bayern fordert eine stärkere Unterstützung des ökologischen Landbaus in Bayern und Deutschland, um der steigenden Nachfrage nach Bio-Produkten gerecht zu werden.

 

Der Markt für ökologische Lebensmittel in Deutschland hat in den letzten Jahren große Zuwachsraten erfahren. Nach Angaben des Bundes Ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ist der Markt im Jahr 2004 um 10 bis 12% gewachsen. Im Jahr 2005 betrug das Wachstum bereits 14%. Inzwischen hat der Umsatz von ökologischen Lebensmitteln in Deutschland einen Anteil von 3% am Gesamtlebensmittelmarkt und einen Anteil von 30% am gesamten europäischen Bio-Lebensmittelmarkt. Allein 2005 gab es in Deutschland 60 Neueröffnungen von Bio-Supermärkten. Dagegen nahm die Zahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe wesentlich weniger stark zu, bspw. bei den verbandsgebunden Betrieben um nur 0,5% und bezogen auf die Fläche dieser Betriebe um nur 4,7% gegenüber 2004.

 

Angebotsknappheit bei Bioprodukten
Daraus resultiert eine regionale und nationale Angebotsknappheit. Kartoffeln, Obst und Gemüse sowie Schweinefleisch und Milch aus heimischer ökologischer Landwirtschaft werden bereits knapp. Verarbeiter und Handel orientieren sich deswegen immer mehr in Richtung anderer europäischer Länder wie Österreich, Dänemark und den neuen EU-Mitgliedsstaaten. Bayerische und deutsche Marktanteile für Rohstoffe aus ökologischem Anbau gehen an Mitbewerber verloren.

 

Beschluss der KLJB-Landesversammlung
Bereits im Mai 2006 haben den Delegierten der 57. KLJB-Landesversammlung deswegen einen Beschluss zur Förderung des Ökologischen Landbaus in Bayern und Deutschland verabschiedet.  "Wir fordern, dass sowohl die bayerische als auch die deutsche Politik auf die steigende Nachfrage nach Bioprodukten reagiert", so Landesvorsitzender Sebastian Maier. Die Politik muss so ausgerichtet sein, dass deutsche und bayerische Öko-Landwirte an dieser positiven Entwicklung Anteil haben. Außerdem ist es unerlässlich, Landwirte weiterhin in der Umstellungsphase finanziell zu unterstützen und so Einkommenseinbußen auszugleichen. Nur so kann ein Anwachsen der Betriebszahlen und der Anbaufläche im Öko-Landbau vorangetrieben, eine regionale Versorgung gewährleistet und so die Marktanteile bayerischer und deutscher Öko-Landwirte gesichert werden.

 

Die Pressemitteilung kann hier heruntergeladen werden!

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil‘s do de gmiadlichsten Festl gibt.“
Michi