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Der erste gemeinsame Studienteil mit der ELJ beim KLJB-Landesausschuss in Würzburg: Hier tauschen die Landesvorstände ihre Zeitungen aus, KLJB-"LandSicht" gegen die "Mistgabel - das ELJ-Magazin"!

KLJB-Landesausschuss in Würzburg: "Zukunft auf dem Land beginnt dort, wo die Jugend ernst genommen wird!“

Der KLJB-Landesausschuss hat am Sonntag in Würzburg einen Antrag verabschiedet, der eine bessere Förderung der Jugend im demographischen Wandel auf dem Land fordert. Danach soll verstärkt das Engagement der Jugend gefördert werden, um sie zum Bleiben oder Rückkehren zu bewegen, „damit Jugendliche lieber anpacken als ihre sieben Sachen einpacken“, wie es im Beschluss heißt. KLJB-Landesvorsitzender Andreas Deutinger erklärt, warum sich die KLJB aktuell zum Thema „Demographischer Wandel“ positioniert: „In der bayerischen Landespolitik sind hier offene Prozesse vorhanden, bei denen die KLJB die Interessen der jungen Menschen auf dem Land einbringen wird“.


KLJB: Offene Türen in der Politik für Jugendbeteiligung auf dem Land

Dazu zählt die KLJB die Enquetekommission des Bayerischen Landtags zu „Gleichwertigen Lebensverhältnissen in ganz Bayern“. Hier erhofft Deutinger sich, dass diese die Frage nach der Perspektive junger Menschen stellen und in ihrem Abschlussbericht entsprechende Empfehlungen aussprechen wird. Im Themenfeld demographischer Wandel setzen die „Heimatstrategie“ ebenso wie das Kinder- und Jugendprogramm der Staatsregierung neue Schwerpunkte. Darin sind konkret Modellprojekte vorgesehen, neue Konzepte und Strukturen der Jugendarbeit zu entwickeln, um den demographischen Wandels angesichts von Abwanderung und Rückgang der Jugend in manchen Regionen zu gestalten.

 

Andreas Deutinger: „Damit öffnen sich in der Landespolitik Türen. Der Handlungsbedarf ist bekannt, nun wollen wir gemeinsam konkrete Umsetzungsschritte gestalten. Die Zukunft auf dem Land beginnt dort, wo die Jugend ernst genommen und demographischer Wandel aktiv selbstgestaltet wird.“

 

 KLJB fordert Fachprogramm für Jugendengagement auf dem Land

Dazu fordert die KLJB ein Fachprogramm, das neue Methoden zur Aktivierung junger Menschen auf dem Land anstößt: „Eine aktive Mitwirkungskultur ist ein echter Standortvorteil. Ohne professionelle Unterstützung mit jugendgerechten Beteiligungsmethoden klappt es aber nicht“, erklärt Landesgeschäftsführerin Maria Kurz die Vorstellungen der KLJB für ein neues Fachprogramm der Staatsregierung.

 

Argumente gegen rechtsextreme Parolen – auch beim Thema Asyl

Gemeinsam mit Gästen aus der Evangelischen Landjugend (ELJ) machten die rund 35 Delegierten aus ganz Bayern in einem Studienteil ein Argumentationstraining gegen rechtsextreme Parolen. Dabei standen der KLJB der Würzburger Trainer Jürgen Heß (zuständig für die Menschenrechtsarbeit der Deutschen Augustinerprovinz) und der Rechtsextremismus-Experte Thomas Witzgall aus Regensburg zur Seite. Mit diesem Studienteil und einem Werkbrief „Rechtsextremismus auf dem Land“, der im Dezember erscheint, will die KLJB aufklärend und präventiv gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit vorgehen. Hierfür sammelte sie viele Ideen für Aktionen vor Ort und tauschte Erfahrungen aus. KLJB-Landesvorsitzender Rupert Heindl: „Gerade beim Thema Asyl auf dem Land sieht die KLJB eine wichtige Aufgabe, Jugendliche über Fluchtursachen aufzuklären, Ängste ernst zu nehmen, aber Fremdenhass entgegenzuwirken.“

 

50 Jahre Ökumene-Dekret: „Kirche auf dem Land wird ökumenischer“

Erinnert wurde in einem ökumenischen Jugendgottesdienst an den 50. Jahrestag des Dekrets über den Ökumenismus („Unitatis redintegratio“) am 21. November 1964 als zentrales Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils. Die beiden Landjugendseelsorger Richard Stefke (KLJB) und Gerhard Schleier (ELJ) betonten die Gemeinsamkeiten der Kirche auf dem Land.

 

Gemeinsam luden sie ein zu einer „Ökumenischen Landkonferenz“ im April 2016 im Kloster Niederaltaich, die KLJB und ELJ mit anderen Partnern vorbereiten. Richard Stefke: „Auch dort werden wir die ökumenische Ausrichtung des Konzils dankbar in Erinnerung rufen und den ökumenischen Weg fortsetzen. Wir wollen gemeinsam auf die Strukturveränderungen in ländlichen Räumen reagieren. Wir rufen alle Akteure vor Ort auf, mehr zusammenzuarbeiten und künftig ökumenischer zu denken – und zu handeln, ohne unsere verschiedenen Identitäten zu verlieren.“

 

Hintergrund: 50 Jahre Ökumene-Dekret beim Zweiten Vatikanum

Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil 1962 bis 1965 hat sich die katholische Kirche unumkehrbar für den ökumenischen Weg entschieden. In einem eigenen Dekret über den Ökumenismus („Unitatis redintegratio“) nannte das Konzil als eine der Hauptaufgaben, die Einheit aller Christen wiederherzustellen. Die feierliche Verkündigung dieses Dekretes jährte sich am 21. November 2014 zum 50. Mal. Die deutschen Bischöfe nahmen dies zum Anlass für ein Wort zur Ökumene: „‘Zur Einheit gerufen‘. Wort der deutschen Bischöfe aus Anlass des 50. Jahrestages des Ökumenismusdekretes des Zweiten Vatikanischen Konzils“.

 

Pressemitteilung als pdf-Download

 

Beschluss "Should I Stay Or Should I Go? Jugend vom Land im demographischen Wandel" (pdf)

 

Pressefoto KLJB und ELJ beim Studienteil in Würzburg (druckfähiges jpg, 6 MB)

 

Pressefoto Andreas Deutinger (druckfähiges jpg)

 

Bildergalerien auf Facebook und in der KLJB-Bayern-App

 

<link file:5634>Mitschnitt BR2-Beitrag zum "Argumentationstraining gegen rechte Parolen" mit O-Tönen aus KLJB und ELJ (mp3-Datei, 6 MB), danke an Patrick Obrusnik vom BR Mainfranken!

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil man do no zamhaifd.“
Nicole