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KLJB-Landesvorsitzender Rupert Heindl (26) vor dem Asylgipfel in Berlin: „Wir sind sehr verwundert, dass es hier einen Kurswechsel in der CSU und der Staatsregierung gibt weg von der zentralen Erkenntnis, dass Lampedusa auch unsere Verantwortung ist.“

KLJB zum Asylgipfel: Kurswende in Bayerns Asylpolitik widerspricht dem Ansatz der KLJB

Zur neuen Position aus Bayern vor dem „Asylgipfel“ am Donnerstag in Berlin erklärt der Landesvorsitzende der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Bayern, Rupert Heindl (26): „Wir sind sehr verwundert, dass es hier einen Kurswechsel in der CSU und der Staatsregierung gibt. Bisher unterstützten alle demokratischen Parteien die für die Positionen und Aktionen der KLJB zentrale Willkommenskultur in Bayern. Wir hoffen, dass dieser neue politische Kurs auf Bundesebene ohne Mehrheit bleibt.“

 

Noch stärkere Abschottung durch mehr „sichere Drittstaaten“, schnellere Abschiebungen und afrikanische Asylzentren, in denen über die Berechtigung der Asylanträge entschieden wird, stehen für Rupert Heindl im Widerspruch zum Ansatz der KLJB und zu Papst Franziskus mit der zentralen Erkenntnis, dass Lampedusa auch unsere Verantwortung ist:

 

„Wir wollen gerechte Wirtschaftsbedingungen, die keine Menschen in die Flucht treiben. Hier ist das politische Feld, das Vorrang haben muss. Denn kein Mensch flieht freiwillig. Gleichzeitig müssen wir jetzt den Menschen helfen, die in Not sind und sie bei der Integration auf dem Arbeitsmarkt und in unsere Gesellschaft aktiv unterstützen.“

 

KLJB mit vielen Aktionen und Positionen für Willkommenskultur

Mit vielen lokalen Aktionen und einer ausführlichen Position hat die KLJB Bayern sich bereits häufig mit dem Thema Asyl und Zuwanderung beschäftigt.  Die auf der Landesversammlung im Juni 2014 in Pfünz verabschiedete Position wurde sehr erfolgreich weiter getragen und mit geringen Veränderungen zwischenzeitlich vom BDKJ Bayern, dem Bayerischen Jugendring und dem Landeskomitee der Katholiken in Bayern übernommen.

 

Darüber hinaus hat die KLJB Bayern mit einer sehr weit beachteten Postkartenaktion zum Thema Aufmerksamkeit geschaffen und in Zusammenarbeit mit vielen lokalen Unterstützungskreisen direkten Kontakt mit Asylsuchenden gesucht und gefunden.

 

Mit einem 36 Seiten starken Leitfaden werden die wichtigsten Fragen zum Thema Asyl auf dem Land beantwortet. Das Heft hat Anregungen, Ideen und Tipps - einige Aktionsideen wurden schon von KLJB-Ortsgruppen durchgeführt. 

 

Mehr Info, Links und Download auf der

KLJB-Themenseite "Asyl auf dem Land"

 

Das Themenfeld wirtschaftliches Wachstum, globale Verantwortung und Lebensstile greift auch das neue Projekt der KLJB Bayern „Ausgewachsen. Wie viel ist genug?“ auf, das bis Ende 2016 gemeinsam mit Diözesanverbänden und weiteren Gliederungen ausgestaltet wird.

 

Willkommen in Bayern!? - Unsere Verantwortung für Asylsuchende 

(Beschluss der KLJB-Landesversammlung, 22.6.2014)

 

Pressemitteilung als pdf-Datei (282 kB)

 

Foto Rupert Heindl als jpg-Download (286 kB)

 

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil ma se auf da Stross no griasd.“
Florian