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Andreas Deutinger (26), KLJB-Landesvorsitzender bewertet das heute im Landtag vorgelegte Landesentwicklungsprogramm (LEP) als eine „verpasste Chance für die Jugend auf dem Land in Bayern“.

KLJB zum LEP im Landtag: „Verpasste Chance für die Jugend auf dem Land in Bayern“

Landjugend fehlen Visionen im Entwurf der Regierung - Landesvorsitzender Andreas Deutinger bewertet für die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) die für heute am 20. Juni erwartete Zustimmung des Landtags zum Landesentwicklungsprogramm (LEP) als eine „verpasste Chance für die Jugend auf dem Land in Bayern“.

 

Andreas Deutinger: „Der von der gesamten Fachwelt abgelehnte Entwurf der Staatsregierung ist auch nach überhasteten Änderungen im Wirtschaftsausschuss nicht besser geworden. Es fehlen vollständig die Visionen, welche Idee von Landesplanung in Bayern verfolgt wird. Die größte verpasste Chance sehen wir bei der Partizipation für die Jugend auf dem Land. Wir wollen unsere Zukunft bei neuen Planungen selbst mitgestalten statt nur verwaltet zu werden und auf wohlwollende Bürgermeister und Bürgermeisterinnen zu hoffen.“

 

Viele Fragen der Landesplanung bleiben aus Sicht der KLJB ungelöst. Die Probleme der Dörfer beim Flächenverbrauch und Zersiedelung werden durch weitere Ausnahmen beim Anbindegebot eher verstärkt statt bekämpft.

 

Ökologischer Hochwasserschutz nur unverbindlicher Grundsatz im LEP

Das aktuelle Hochwasser in Bayern zeigt, wie wichtig eine vorausschauende Planung in Zeiten des Klimawandels mit extremen Unwetterlagen bei zugleich unzureichendem ökologischen Hochwasserschutz an den bayerischen Flüssen, Bächen und Seen ist. Auch das ist eine Frage der Landesplanung, wo die KLJB Bayern fragt, warum ökologischer Hochwasserschutz kein verbindliches Ziel, sondern nur unverbindlicher Grundsatz im LEP bleibt.

 

KLJB im breiten Bündnis für einen Neustart beim LEP nach der Wahl

Wie viele andere Fachleute und Verbände hatte die KLJB in einer Landtagsanhörung am 21. März 2013 einen Neustart mit mehr Beteiligung nach der Landtagswahl gefordert, um mehr Partizipation und Qualität in der Landesplanung zu erreichen. Andreas Deutinger, KLJB-Landesvorsitzender: „Die Anhörung zum LEP zeigte eines deutlich: Alle Fachverbände, wie der Bayerische Bauernverband, der Bayerische Städtetag oder der Bund Naturschutz teilen die Einschätzung der KLJB Bayern, die Regelungen dieses LEP-Entwurfs würden die Bemühungen um belebte Dörfer und den Kampf gegen Flächenverbrauch und Klimawandel konterkarieren.“

 

Andreas Deutinger lädt die Politik ein zum Dialog mit der Landjugend:

„Die KLJB hat auf ihrer Landesversammlung im Mai 2013 in einem Positionspapier zur Kampagne ‚HEIMVORTEIL – Punktsieg für’s Land!‘ ihre Visionen für die Zukunft der Jugend auf dem Land formuliert. Wir freuen uns auf den Dialog darüber mit der Politik und erwarten von der bereits angekündigten Überarbeitung des LEP nach der Landtagswahl zugleich mehr Visionen wie konkrete Antworten auf die Zukunftsherausforderungen demographischer Wandel und Energiewende mit Konzepten, die der Jugend eine Perspektive geben. Auch die im Schnellverfahren im Wirtschaftsausschuss erfolgte Überarbeitung des LEP-Entwurfs mit Änderungsanträgen hat hier nur wenig Verbesserungen etwa bei der Aufnahme der Inklusion von Menschen mit Behinderungen als Grundsatz gebracht.“

 

Die Visionen der KLJB für das Leben auf dem Land finden sich im 

Beschluss „HEIMVORTEIL – Punktsieg für’s Land“ (Mai 2013) der KLJB-Landesversammlung 

 

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„Ich bin glücklich auf dem Land, weil's in der Stadt keine Feldwege gibt.“
Malena