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Landesseelsorger Richard Stefke und Landesgeschäftsführer Martin Wagner freuen sich über die Wiederwahl beim Landesausschuss der KLJB Bayern.

Landesausschuss der KLJB Bayern fordert mehr Jugendbeteiligung - Stefke und Wagner wiedergewählt

Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Bayern fordert auf ihrem Landesausschuss in Pappenheim (24.-26.2.) im Rahmen der Kampagne "HEIMVORTEIL - Punktsieg für´s Land!" mehr Jugendbeteiligung und politische Bildung für Bayern. Landesseelsorger Richard Stefke und der Landesgeschäftsführer Martin Wagner wurden für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

 

Der  42jährige Richard Stefke trat 2009 seinen Dienst an der Landesstelle in München an. Der Gemeindereferent aus dem Erzbistum München und Freising und Vater von vier Kindern lebt in Erharting (Landkreis Mühldorf/Inn) und freut sich sehr über die einstimmige Wiederwahl: "Ich möchte mithelfen, die KLJB als Fachverband für die ländlichen Räume zu etablieren. Dazu gehört für mich, die Verbände als langfristiges Konzept zu sehen, damit Kirche in der Fläche erhalten bleibt."

 

Der 41jährige Martin Wagner, von 2001 bis 2005 Diözesangeschäftsführer der KLJB im Erzbistum München und Freising, ist 2006 zum Landesgeschäftsführer der KLJB Bayern gewählt worden. Jetzt haben ihn die Delegierten für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.

 

Die Nachwahlen zum ehrenamtlichen KLJB-Landesvorstand, der bis zu drei weibliche und drei männliche Mitglieder umfassen kann, stehen bei der KLJB-Landesversammlung vom 17.-20. Mai 2012 in Passau an.

 

KLJB fordert mehr Jugendbeteiligung und politische Bildung

Einstimmig verabschiedete der Landesausschuss der KLJB Bayern einen Beschluss zur Jugendbeteiligung und politischen Bildung. Im Rahmen der Kampagne "HEIMVORTEIL - Punktsieg für´s Land!" hat die KLJB Bayern Seminare zur politischen Beteiligung veranstaltet. Dabei kam ein großer Nachholbedarf bei der Partizipation der Jugend auf dem Land ans Licht.

 

Andreas Deutinger, KLJB-Landesvorsitzender und UN-Jugenddelegierter 2011, begründete den Antrag mit einem Appell an die Politik: "´Hört uns zu!´, fordern immer mehr junge Menschen in Bayern. Sie haben ein Recht darauf, mehr gehört zu werden. Mehr Partizipation mit Qualitätsstandards und mehr politische Bildung für junge Menschen in Bayern sind nun der Auftrag an die Politik."

 

Konkret fordert die KLJB Bayern zur Jugendbeteiligung in Bayern u.a.:

·        Partizipation junger Menschen als Grundsatz in die Bayerische Verfassung aufzunehmen.

·        das aktive Wahlrecht, d.h. das Recht auf die Teilnahme an Wahlen sowie Abstimmungen, ab 14 Jahren einzuführen.

·        in der Bayerischen Gemeindeordnung sowie in den Geschäftsordnungen der Kommunen und Landkreise Jugendbeteiligung als Prinzip festzuschreiben und die nötigen Instrumente zu legitimieren.

·        Förderung der Jugendbeteiligung und des ehrenamtlichen Engagements als Grundsatz und Ziel der sozialen und kulturellen Infrastruktur im Landesentwicklungsplan (LEP) aufzunehmen.

·        das Petitionsrecht auszuweiten und einfache online-Petitionen zu ermöglichen.

·        Jugendbeteiligung bei der Bauplanung und Dorferneuerung mit einem Jugendverbands-Klagerecht ähnlich dem Verbandsklagerecht für Naturschutzverbände, einzuführen, wenn bei kommunalen Entscheidungen die Rechte der jungen Generation betroffen sind, insbesondere bei Planungs- und Bauverfahren

·        geschlechter- und milieusensibel gestaltete Jugendvertretungen mit ausreichender finanzieller, räumlicher und personeller Ausstattung

·        außerschulische politische Bildung in Bayern zu erhöhen

·        politische Bildung verpflichtend ab der 5. Klasse mit dem Schwerpunkt auf altersgerechtes projektbezogenes, handlungsorientiertes Lernen in den Curricula zu verankern

·        ein Landesprogramm „Jugendbeteiligung in ländlichen Räumen“, das über einen Zeitraum von mehreren Jahren Modellprojekte zur Partizipation junger Menschen fördert

 

KLJB fordert Jugendbeteiligung auch bei der Landesplanung in Bayern

 

Ebenfalls passend zum Thema der Kampagne HEIMVORTEIL fordert der Landesausschuss der KLJB Bayern in einem einstimmigen Beschluss den KLJB-Landesvorstand auf, bei der Reform der bayerischen Landesplanung die Interessen junger Menschen vom Land einzubringen. Die KLJB kritisiert die Pläne der Staatsregierung, aus dem Gesetz zur Landesplanung und dem neuen Landesentwicklungsprogramm alle Ziele und Grundsätze unter Bildung, Kultur und Soziales zu streichen. Damit entfallen auch alle landes- und regionalplanerischen Vorschriften zur Jugendförderung.

 

KLJB-Landesvorsitzender Andreas Deutinger: "Die Landjugend braucht gerecht geplante soziale und kulturelle Einrichtungen in erreichbarer Nähe. Besonders die Beteiligung der Jugend an der Zukunftsplanung auf dem Land wird bei uns eingefordert! Dazu gehört für die KLJB Bayern eine gute regionale Planung bei der Energiewende hin zu dezentralen, erneuerbaren Energien."

 

Pressemitteilung als pdf zum download

 

Beschluss zur Jugendbeteiligung als pdf zum download

 

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„Ich bin glücklich auf dem Land, weil‘s immer a Gaude gibt.“
Celina