Aktuell

Dr.LinusFörster (SPD), Robert Meyer (LaVo KLJB), Josef Zellmeier (CSU) und Volker Rüppel (Landesjugendreferent Kolpingjugend)

Spannende Tage im Landtag

15 Junge Erwachsene haben letzte Woche Landtagsabgeordnete aller drei Fraktionen in ihrer täglichen Arbeit begleitet und so hautnah exklusive Eindrücke vom politischen Leben und Arbeiten im Bayerischen Landtag erhalten. Möglich machte das die Veranstaltung Landtag Live, die die Kolpingjugend (KJ) in Bayern und die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Bayern gemeinsam organisiert hatten.

 

"Am spannendsten sind die vertraulichen Gespräche, die oftmals zwischen Tür und Angel stattfinden" findet Robert Ehrensperger, KLJB-Mitglied aus dem DV Regensburg. Elisabeth Maier, Kolpingmitglied im DV München und Freising, fand die Woche "wahnsinnig spannend und interessant, allerdings auch sehr gemütlich und persönlich, vor allem in den kleinen Fraktionen." Viele mussten feststellen, dass der Politikeralltag ganz anders aussieht, als man das von außen wahrnimmt. So auch Stefan Schneider (KLJB, DV Eichstätt): "Die haben mehr Stress, als ich dachte!". Natürlich gab es auch ernüchternde Feststellungen, wie von Nadine Tomaschek (Kolpingjugend, DV Würzburg), die überrascht war, "dass es bei den Diskussionen zugeht wie im Schlachtof".

 

Orientierung im Leben eines Politikers

Wie man im Spannungsfeld von eigener Meinung, Fraktionsdisziplin, Lobbyismus und Medienerwartungen am besten auf der Spur bleibt, fasste Landtagspräsident Alois Glück bei einem einstündigen Gespräch mit den Teilnehmenden so zusammen: "Man muss sich an den der K´s orientieren - innerer Kompass, Kompetenz und Kompromissbereitschaft". Glück, der seit 1970 im Landtag ist - so lange wie kein anderes Mitglied der Bayerischen Volksvertretung - beeindruckte durch seine immense Erfahrung und die große Ruhe, die er ausstrahlt. Er kritisierte die tief verwurzelte "Staatsgläubigkeit" in Deutschland, was dazu führe, dass viel zu viele Aufgaben dem Staat übertragen würden, die privat wesentlich effizienter getragen werden könnten. Glück, der selbst in den 60er Jahren Landessekretär der KLJB war, betonte die große Bedeutung gesellschaftlichen Engagements, das primär für die Lebensqualität in Deutschland verantwortlich sei.

 

Politikverdrossen? Ganz im Gegenteil!

Die Jugendlichen waren sich am Ende einig: Sie würden es wieder tun! Die Woche hat bei allen persönlich viel bewirkt und ganz neue Bilder von Parteien und Abgeordneten vermittelt. Auch die Politiker/-innen waren von der Woche begeistert. Einhellig stellten sie fest, dass es wichtig sei, dass Veranstaltungen wie Landtag Live gemacht würden, auch um der so genannten Politikverdrossenheit entgegen zu wirken. Und nicht nur die jugendlichen Teilnehmer/-innen lernen viel bei Landtag Live, auch die Akteure im Landtag erleben im persönlichen Gespräch mit engagierten Ehrenamtlichen die von Jugendverbänden geleistete Jugendarbeit hautnah.

So ist sich Renée Schleicher, Landesleiterin der Kolpingjugend, sicher: "Wir werden die Aktion Landtag Live bestimmt wiederholen." Möglich machten Landtag Live erneut die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit als Kooperationspartner, sowie die bei der Kolping-Stiftung Augsburg angesiedelte Bruno-Merk-Stiftung.

 

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„Ich bin glücklich auf dem Land, weil man do no zamhaifd.“
Nicole