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Der KLJB-Landesvorsitzende Andreas Deutinger (28) bewertet die neue Enquete-Kommission im Bayerischen Landtag: „Wir hoffen auf Ergebnisse, die auch den Alltag der jungen Menschen auf dem Land in Bayern erreichen. Besonders wichtig ist für uns, dabei die jungen Menschen selbst zu fragen, wie sie sich die Zukunft auf dem Land vorstellen.“

Start der neuen Enquete-Kommission des Bayerischen Landtags: „Wer fragt die Jugend auf dem Land?“

Zur heutigen ersten Sitzung der neuen Enquete-Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern“ im Bayerischen Landtag erklärt der Landesvorsitzende der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Bayern Andreas Deutinger: „Wir als KLJB Bayern freuen uns, dass der Landtag mit externen Fachleuten die Zukunftsfragen auf dem Land zum Thema dieser neuen Kommission macht und hoffen auf Ergebnisse, die auch den Alltag der jungen Menschen auf dem Land in Bayern erreichen. Für uns ist es nur logisch, dabei die jungen Menschen selbst zu fragen, wie sie sich die Zukunft auf dem Land vorstellen. Am wichtigsten ist also: Wer fragt die Jugend auf dem Land?"

 

KLJB-Landesvorsitzender Andreas Deutinger begründet die Position:

„Junge Menschen sind die Hauptakteure von Wanderungsbewegungen. Eine alternde Gesellschaft ist auf ihre Jugend angewiesen. Was gibt der Jugend Perspektive? Was macht Lebensräume für junge Menschen attraktiv? Diesen Fragen muss sich die Kommission stellen.“

 

Die Kommission dürfte dabei nicht nur einseitig ökonomische Fragen der gleichwertigen Lebensverhältnisse behandeln, sondern auch ökologische, kulturelle und soziale Fragen wie die Zukunft des ehrenamtlichen Engagements, für das junge Menschen auf dem Land weiterhin viel Bereitschaft, aber wenig Zeit hätten.

 

"Wir haben uns in der KLJB-Kampagne ‚HEIMVORTEIL - Punktsieg für´s Land!‘ zwei Jahre lang intensiv mit dem Thema beschäftigt und daraus wichtige Erkenntnisse gewonnen." Die KLJB Bayern hat daher der Enquete-Kommission auch konkrete Vorschläge gemacht, wie die bisher im Auftrag kaum enthaltenen Fragen der Jugendarbeit auf dem Land und der besseren Bedingungen für ehrenamtliches Engagement zum Thema der neuen Kommission werden. Jugendarbeit trägt zur Identifikation mit der Heimat bei, hier können Jugendliche ihr Umfeld selbst mitgestalten.

 

KLJB: „Besonders wichtig ist die Perspektive der jungen Menschen"

Andreas Deutinger, KLJB- Landesvorsitzender ergänzt: „Besonders wichtig ist uns eine optimistische Perspektive der Jugend, die nicht nur „Nachholbedarf" oder „Schwäche" sieht sondern die großen Potentiale der ländlichen Räume wie Ehrenamt, sozialen Zusammenhalt und selbst bestimmte Freizeitangebote. Viele  von uns sind einfach gerne auf dem Land aufgewachsen, wollen dort bleiben oder nach einer Ausbildungszeit wieder zurückkehren."

 

KLJB: Leider werden junge Menschen sehr selten selbst gefragt

Andreas Deutinger abschließend: „Die Konsequenzen politischer Entscheidungen heute sind für junge Leute noch sehr lange spürbar. Leider werden sie aber sehr selten mit geeigneten Methoden selbst gefragt, was ihre Interessen auf dem Land sind und müssen lange warten, bis die Politik ihre Vorschläge aufgreift."

 

So seien die Ergebnisse der Enquete-Kommission „Jungsein in Bayern" von 2005 bis 2008 teilweise bis heute noch nicht umgesetzt. Auch hier ging es um die für die Jugend auf dem Land notwendige Infrastruktur wie Jugendräume, Kultur und Nachtbusse sowie um angemessene Beteiligung junger Menschen in Politik und Gesellschaft.

 

Pressemitteilung als pdf-Datei (121 kB)

 

Pressefoto Andreas Deutinger als jpg-Datei

 

 

Die Visionen der KLJB für das Leben auf dem Land finden sich im

 

Beschluss „HEIMVORTEIL – Punktsieg für’s Land“ (Mai 2013) und


„Jugendbeteiligung bewegt das Land - mehr Partizipation und politische Bildung in Bayern!“ (Februar 2012)

 

 

Landtagsbeschluss mit den Fragen und Mitgliedern der Enquete-Kommisssion

"Enquetekommission Gleiche Lebensverhältnisse in ganz Bayern" (1.7.2014)  (pdf)

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil man so frei is.“
Julia