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Durch einen Weihrauchritus wurde beim feierlichen Gottesdienst der Umbaus und die Erweiterung des "Haus des Pflug" eingeweiht.

Prof. DDr. Peter Beer, Leiter des Katholischen Büros Bayern, weihte beim feierlichen Gottesdienst das neue Kreuz der KLJB Bayern. Das Kreuz wurde vom Bildhauer Uli Winkler angefertigt.

Landtagspräsident Alois Glück, der als Landessekretär der KLJB Bayern von 1964 bis 1971 selbst im "Haus des Pflug" tätig war, betonte in seiner Festrede, das die beiden Verbände KLJB Bayern und KLB Bayern im wesentlichen Anteil an der positiven Entwicklung des ländlichen Raums hätten.

Überzeugte und überzeugende Arbeit

Beim Festakt zur Einweihung des umgebauten "Haus des Pflug" würdigen Landtagspräsident Alois Glück und der Leiter des Katholischen Büros Bayern, Prof. DDr. Peter Beer, die Arbeit der Landesverbände von KLJB und KLB, die seit 50 Jahren dort ihren Sitz haben.

 

Über 100 ehemalige und aktive Landesvorstände und Mitarbeiter/-innen beider Verbände waren der Einladung gefolgt und feierten den gelungenen Umbau des "Haus des Pflug" in der Kriemhildenstraße in München/Nymphenburg. Seit 1956 haben die bayerischen Landesverbände der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) und der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) dort ihre Heimat. Ihr gemeinsamer Auftrag spiegelt sich auch in ihren Logos wieder: dem Kreuz als Zeichen für dir Grundlage des christlichen Glaubens und dem Pflug als Symbol für die Wirksamkeit im ländlichen Raum, von dem auch der Name "Haus des Pflug" abgeleitet ist.

 

Zeitzeugen aus den Aufbaujahren
Mit Otto Stimmer, der von 1952-1954 Landesvorsitzender der KLJB Bayern war und anschließend auch in der KLB Verantwortung übernommen hatte, war ein Zeitzeuge der ersten Stunde dabei. Er konnte beeindruckend von der Aufbauarbeit erzählen, die unter der charismatischen Führung von Prälat Dr. Emmeran Scharl geleistet wurde. Scharl hatte seit 1947 die Grundlagen für den Aufbau der beiden Verbände gelegt und später auch den Bau des "Haus des Pflug" auf "urbäuerlichem Grund" im Münchner Stadtteil Nymphenburg initiiert und ermöglicht. Daneben freuten sich Verantwortliche aus allen Jahrzehnten über ein Wiedersehen, unter anderem auch Marianne Schieder, KLJB-Landesvorsitzende und Landesgeschäftsführerin in den 1990er Jahren, die jetzt als SPD-Bundestagsabgeordnete in Berlin wirkt.

 

Glück: KLJB und KLB haben wesentlichen Anteil an der positiven Entwicklung des ländlichen Raums
Der Präsident des Bayerischen Landtags, der als Landessekretär der KLJB Bayern von 1964-1971 selbst im Haus des Pflug tätig war, betonte in seiner Festrede, sein "ganzer weiterer Lebensweg sei ohne die Erfahrungen und Prägungen dieser Jahre bei der Landjugend nicht denkbar". Die beiden Verbände hätten wesentlichen Anteil an der positiven Entwicklung des ländlichen Raums in Bayern, nicht zuletzt durch ihren Einsatz für den sogenannten "bayerischen Weg" in der Förderung von Landwirtschaft und ländlicher Entwicklung. Die kirchliche Aufbruchszeit des Konzils hätten sie aktiv mitgestaltet, unter anderem im Bereich der liturgischen Erneuerung.

 

Kein christlicher Rückzug "in den eigenen Naturschutzpark"
Angesichts heutiger Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft appellierte Glück an die Anwesenden, weiterhin "eine Avantgarde für gesellschaftliche und kirchliche Erneuerung zu sein". Mehr denn je gelte es, im Sinne des Konzils christliche Werte in der Gesellschaft überzeugend zu vertreten und dafür zu werben, ohne den Wettbewerb der Ideen in einer offenen Gesellschaft zu scheuen. Der Rückzug auf binnenkirchliche Religiosität sei ein verlockender Irrweg, nach dem Motto: "Es lebt sich leichter im eigenen Naturschutzpark". KLJB und KLB seien dagegen gefordert, sich weiterhin mit guten Ideen und Konzepten für die Belange des ländlichen Raum einzusetzen, beispielweise für ein gutes Angebot schulischer Bildung. Hier müsse "das Wohl der Kinder im Mittelpunkt stehen und nicht die Festlegung auf eine Schulart".  Der Einsatz für die Zukunft der Kirche auf dem Land sei derzeit besonders herausfordernd. Die in vielen Diözesen geplanten Organisationsreformen genügten bei weitem nicht. Es brauche dringend mehr Freiräume und die Ermutigung, Neues zu erproben, um im kirchlichen Bereich vorwärts zu kommen. KLJB und KLB sollten hierzu weiterhin konzeptionell vorausdenken und sich aktiv einbringen.


Überzeugte und überzeugende Arbeit
Beim feierlichen Gottesdienst zur Einweihung des Umbaus und der Erweiterung des "Haus des Pflug" würdigte Prof. DDr. Peter Beer, der Leiter des Katholischen Büros Bayern, den Einsatz der beiden Verbände KLJB und KLB. Von diesen werde "überzeugte und überzeugende Arbeit geleistet".  Der Name des Hauses stehe für die Qualität des Schaffens: hier werde das Einsatzfeld der Landpastoral "beackert und gepflügt und Arbeit mit Tiefgang geleistet, wie das Beispiel der Werkbriefe zeigt", die  seit 60 Jahren hier erarbeitet und veröffentlicht werden. Für die Zukunft wünschte Beer den beiden Verbänden, dass Glaube, Hoffnung und Liebe weiterhin das tragende Fundament des "Haus des Pflug" seien und damit auch des Einsatzes von KLJB und KLB.

 

 

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Die KLJB Bayern ist der größte ländliche Jugendverband in Bayern, in dem sich mehr als 25.000 junge Christinnen und Christen selbst organisiert und demokratisch, kompetent und engagiert für das Leben auf dem Land einsetzen.

 

Die KLB Bayern ist eine Gemeinschaft von Frauen und Männern des Landes, die sich im Glauben an Jesus Christus und im Einsatz für den ländlichen Raum verbunden wissen. In der Begegnung miteinander gewinnen sie Orientierung für ihr Leben und werden ermutigt und befähigt zum Handeln in Kirche und Welt. Als Bewegung verantwortungsbewusster Christen nimmt sich die KLB der Aufgaben in Dorf, Kirche und Gesellschaft an.

 

Das "Haus des Pflug" ist der gemeinsame Sitz der beiden Landesverbände KLJB und KLB Bayern in der Kriemhildenstr. 14 im Münchner Stadtteil Nymphenburg. Seinen Namen hat es vom Pflug, der zusammen mit dem Kreuz das Logo der beiden Verbände bildet. Prälat Dr. Emmeran Scharl, der Gründer von KLJB und KLB, initiierte den Bau des Hauses,  das im Juli 1956 von Josef Kardinal Wendel eingeweiht wurde. Nach einem ersten Erweiterungsbau im Jahr 1965 folgte in den Jahren 2006/2007 eine grundlegende Dachsanierung und ein Erweiterungsbau im Norden, die am 19.07.2007 feierlich eingeweiht wurden.

 

 


„Ich bin glücklich auf dem Land, weil wir alle eine große Familie sind.“
Sandra