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Beim Workshop "Ich will Spaß, ich geb Gas" ging es um Biokraftstoffe für PKWS. Die Delegierten haben sich mit der Thematik Rohstoffe aus dem Ausland/heimische Produktion auseinandergesetzt sowie mit der Besteuerung von Biokraftstoffen.

"Warten auf bessere Zeiten?!"

KLJB Bayern positioniert sich zum Klimawandel

 

Auf ihrer 58. Landesversammlung vom 17. bis 20. Mai im Jugendhaus Schloss Pfünz bei Eichstätt verabschiedeten die Delegierten der KLJB (Katholische Landjugendbewegung) Bayern einen Beschluss mit Forderungen an Politik und Wirtschaft, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Diskutiert wurde im Studienteil zu diesem Thema mit dem Bayerischen Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten Josef Miller, dem Generalvikar des Bistums Eichstätt Johann Limbacher und dem Energiereferenten des Bund Naturschutz in Bayern Dr. Ludwig Trautmann-Popp.

 

Landwirtschaftsminister Josef Miller hob in seinem Referat die Globale Herausforderung des Klimawandels hervor: "...Nur wenn wir zukünftig weltweit an einem gemeinsamen Strang ziehen, werden wir die Auswirkungen des Klimawandels auf ein erträgliches Maß begrenzen können. Hier ist unsere Vorbildwirkung und unser Know-How gefragt." Hierzu erklärt Robert Meyer, dass der Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung bereits seit Jahrzehnten ein Schwerpunkt der KLJB Bayern ist.
 
Tempolimit für den Klimaschutz
Um eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes voranzutreiben, setzt die KLJB Bayern sich für ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen ein. Deutschland ist das einzige europäische Land, das kein Tempolimit auf Autobahnen hat. Außerdem müssen für die Verkehrsreduzierung in Städten attraktive Konzepte entwickelt werden, da dort die Schadstoffbelastung am höchsten ist.

 

Zukunftsweisende Energieversorgung ohne Atomkraft
Eine zukunftsweisende Energieversorgung mit einem Anteil von mindestens 25 Prozent erneuerbarer Energien am europäischen Gesamtenergieverbrauch sieht die KLJB Bayern ebenfalls als wichtiges Element, um dem globalen Klimawandel entgegenzuwirken. Die Nutzung der Atomkraft ist dabei kein Weg, eine nachhaltige sowie ökologisch und sozial verträgliche Energieversorgung aufzubauen. Darüber hinaus fordert die KLJB Bayern auch eine verstärkte Förderung der Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien, dies sowohl mit dem Ziel einer global gerechteren Energieversorgung, die nur auf der Basis erneuerbarer Energien auch nachhaltig erreichbar ist, als auch mit dem Ziel, die Vorreiterrolle Deutschlands in dieser Branche zu stärken.

 

Energiesparen unerlässlich
Um dem Klimawandel effektiv entgegen zu wirken, reicht allerdings eine Umstellung auf erneuerbare Energien allein nicht aus. So würde man nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe flächenmäßig an  Grenzen stoßen und in einen Konflikt mit der Nahrungsmittelerzeugung und dem Erhalt der Natur (Beispiel Regenwald) geraten. "Deshalb ist es aus Sicht der KLJB Bayern von Nöten, sich ebenso auf die Energieeinsparung zu konzentrieren", hebt Robert Meyer, Landesvorsitzender der KLJB Bayern hervor. "Eine Senkung des Energieverbrauchs um 25 Prozent ist ein Ziel, das verbindlich für die EU festgeschrieben werden muss", fordert er. Außerdem müssen alle technischen Geräte verpflichtend und einheitlich nach ihrem Stromverbrauch gekennzeichnet werden. Diese Kennzeichnung muss gut erkennbar und vergleichbar sein, um Verbraucher/-innen bei der Wahl energiesparender Geräte zu unterstützen. Geräte mit unnötiger Stand-by-Funktion müssen verboten werden.


Studienteil zum Thema "Klimawandel"
Mit vielen fachkundigen Gästen wie dem Umweltreferenten des Bistums Eichstätt, Markus Schweizer, dem Geschäftsführer des Maschinenring Sulz-Altmühl, Josef Schneider, dem Ökologiereferenten der KLJB-Bundesstelle, Franz Pöter und dem Energiereferenten des Bund Naturschutz in Bayern, Dr. Ludwig Trautmann-Popp, diskutierten die Delegierten während des Studienteils am 18. Mai, der sich rund um das Thema "Klimawandel" drehte. Dazu wurden vielfältige Workshops angeboten wie "Energie der Zukunft", in dem unter anderem über die Zukunft der Atomkraft debattiert wurde und "Klimawandel international", in dem die Delegierten in einem Planspiel eine Klimakonferenz nachstellten.

 

Delegierte verpflichten sich selbst
Die Delegierten der KLJB Bayern gingen mit gutem Beispiel voran und überlegten sich konkrete Maßnahmen mit denen sie in ihrem Alltag zum Klimaschutz beitragen wollen. Sie verpflichteten sich zum Beispiel dazu, Flugreisen zu vermeiden, öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad zu benutzen und auf Energiesparlampen umzurüsten. Dies ist nur ein kleine Auswahl der Schritte, mit denen die Vertreter der Diözesanverbände zu einer Entlastung des Klimas beitragen wollen.

 

Der Beschluss kann hier heruntergeladen werden!

 

„Ich bin glücklich auf dem Land, weil jeder jeden kennt.“
Felizia