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Workshop Kirchgang - erlebnispädagogisch. Kirche aus anderen Blickwinkeln zu betrachten, war ein wichtiger Aspekt des 4. Landpastoralen Symposiums.

Wie ein Stein, der ins Wasser geworfen Kreise zieht…

Neue Impulse für Kirche auf dem 4. Landpastoralen Symposium: Am vergangenen Wochenende tagte das 4. Landpastorale Symposium der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB), der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) sowie der Landvolkshochschulen unter dem Motto „MENSCHENLand – sehnen suchen leben“ auf dem Volkersberg bei Bad Brückenau.

 

Das Leben auf dem Land ist im Wandel, dörfliche Strukturen verändern sich – das wurde am vergangenen Wochenende deutlich. Den damit einhergehenden Herausforderungen zu begegnen und sie konstruktiv zu nutzen, das ist der Vorsatz der Akteurinnen und Akteure in der Landpastoral. Die Teilnahme am Symposium hat viele von ihnen motiviert, inspiriert und erneut für die Arbeit an den und mit den Menschen entflammt.


Prof. Dr. Christian Bauer von der Universität Innsbruck eröffnete den inhaltlichen Teil des Symposiums am Freitag mit seinem Impulsreferat „Sehnen“. In diesem spannte er einen Bogen vom Leitthema Landpastoral zu Textstellen des Zweiten Vatikanischen Konzils. Im weiteren Verlauf führte er den Anwesenden vor Augen, wie aktuell die „Verstädterung des Landes“ und die gleichzeitige „Verländlichung der Stadt“ bereits sind. Letzteres äußere sich in Phänomenen wie dem Urban Gardening oder Guerilla Knitting.
 
Der zweite Veranstaltungstag begann mit einer Workshop-Phase unter dem Stichwort „Suchen“. Acht Workshops mit ganz unterschiedlichen Inhalten und hochkarätigen ReferentInnen standen zur Wahl. Bei „Kirchgang – erlebnispädagogisch“ wurde der Raum Kirche einmal auf ganz andere Art erlebbar gemacht. In einem Parcours galt es, mit verbundenen Augen das Kirchenschiff mit Gehör, Tast- und Geruchssinn wahrzunehmen. Anschließend bestand die Möglichkeit, jeden Winkel des Raumes - vom Beichtstuhl bis zum Altar – zu erkunden und aus ganz neuen Blickwinkeln zu erleben. Stefanie Hoppe von Adveniat und Lateinamerikaexpertin Brenda Sanchez brachten den Anwesenden in ihrem Workshop die Arbeit in den Basisgemeinden Lateinamerikas nahe und gaben die dortige Begeisterung der Menschen, die mit ganz wenigen Mitteln viel erreichen, an ihre TeilnehmerInnen weiter.
 
In einer moderierten Abschlussdiskussion wurde am Nachmittag deutlich, welche Aspekte die Teilnehmenden besonders beschäftigt hatten. Die Kirche sei ein „Aktionsbündnis für Veränderungen in der Gesellschaft“ und Kirche auf dem Land „immer in ökumenischer Weise“ existent und müsse deshalb offen sein für neue Bündnisse. Wie ein Stein, der ins Wasser geworfen wird und seine Kreise zieht, wolle er Menschen bewegen und inspirieren Dinge zu tun, an die heute vielleicht noch gar nicht gedacht wird, fasste Landvolkseelsorger Libert Hirt seine Erfahrungen des Symposiums zusammen.
 
Das feierliche Ende des vierten Landpastoralen Symposiums stellte der Abschlussgottesdienst mit Weihbischof Ulrich Bohm aus Würzburg und der Musikgruppe Taktwechsel dar.
 
Mehr Informationen unter www.kljb.org.

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„Ich bin glücklich auf dem Land, weil's in der Stadt keine Feldwege gibt.“
Malena